Subventionskürzungen für ImPulstanz?

Das Wiener Kontrollamt hat sich in aktuellen Prüfberichten nicht nur mit den Symphonikern, sondern auch mit dem wohl renommiertesten Tanz-Event Wiens beschäftigt: Dem Festival ImPuls Tanz.

Unter die Lupe genommen wurde der gleichnamige Verein sowie der Verein „Wiener Tanzwochen“. Das Kontrollamt empfahl, ein „höheres Augenmerk“ auf die Erreichung eines ausgeglichenen Budgets zu legen – und regte im Rathaus an, über Subventionskürzungen nachzudenken.

Der Schlüsselsatz dazu findet sich auf Seite 24 des Papiers: „Von Seiten der Magistratsabteilung 7 (Kulturamt, Anm.) wäre zu überlegen, ob gegebenenfalls durch eine entsprechende Reduktion der Förderungszahlungen eine durchgängig wirtschaftliche und sparsame Mittelverwendung sichergestellt werden könnte.“ Anlass für diese Feststellung waren unter anderem freiwillig bezahlte Abfertigungen.

Der Verein „Wiener Tanzwochen“ scheint von dieser Anregung wenig zu halten, wie aus einer im Prüfbericht enthaltenen Stellungnahme hervorgeht: „Da die Gehälter eher an der unteren Grenze liegen und Gehaltskürzungen nicht mehr tragbar wären oder zur Einstellung von unterqualifizierten Angestellten führen müssten, würde eine entsprechende Reduktion (…) nur zu einer deutlichen Reduktion des Angebotes (…) führen.“

Die beiden Vereine haben unterschiedliche Aufgaben. Im Verein „Im Puls – Tanz“ sind die variablen Kosten im Zusammenhang mit dem jährlich stattfindenden Festival sowie den Workshops erfasst. Der Verein „Wiener Tanzwochen“ verwaltet hingegen die Basisorganisation, also Personal oder Räumlichkeiten. Die Förderung betrug im Prüfungszeitraum, konkret für die Jahre 2002 bis 2004, jährlich rund 637.000 Euro („Im Puls – Tanz“) bzw. 707.000 Euro („Wiener Tanzwochen“).

Laut Kontrollamt spiegelt sich die Aufgabenteilung in den vorliegenden Jahresabschlüssen nicht unbedingt wider. So seien Reise- und Aufenthaltskosten von Künstlern vom Verein „Wiener Tanzwochen“ bezahlt worden. Es könne eher von „kommunizierenden Gefäßen“ als von getrennten Rechtsträgern gesprochen werden, hieß es. Kritik gab es an den Aufzeichnungen: Beschlüsse der Vereinsorgane sind demnach nicht immer dokumentiert worden.

Generell zeigte sich aber auch das Kontrollamt mit der „erfreulichen Akzeptanz“ des Festivals zufrieden. Die Gesamtauslastung betrug demnach in den Jahren 2002 bis 2004 immerhin 98 bis 99 Prozent.

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