Stv. Direktor des Bundeskriminalamts verstorben

Gerhard Lang starb nach einem Herzstillstand.
Gerhard Lang starb nach einem Herzstillstand. ©APA/ROLAND SCHLAGER
Der stellvertretende Direktor des Bundeskriminalamts, Gerhard Lang, ist am Freitagabend im Alter von 54 Jahren nach einem Herzstillstand im Krankenhaus verstorben.

Dies gab das Innenministerium am Samstag bekannt.

Stellvertretender Direktor des Bundeskriminalamts Gerhard Lang gestorben

"Mit Gerhard Lang verlieren wir einen hervorragenden Kriminalisten, eine exzellente Führungskraft, aber vor allem einen großartigen Menschen", sagte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP). Der Ressortchef würdigte ihn als "Vordenker der modernen Kriminalpolizei" und als Vernetzten über das Bundeskriminalamt hinaus, der immer das Gemeinsame in den Mittelpunkt seiner Arbeit gestellt hat.

Langs Werdegang

Lang begann seine berufliche Laufbahn 1989 beim Landesgendarmeriekommando Burgenland. Seine ersten dienstlichen Stationen waren der Gendarmerieposten Neusiedl am See und später die Kriminalabteilung des Landesgendarmeriekommandos Burgenland. Nach Absolvierung der Sicherheitsakademie stieg er rasch zum geschäftsführenden Bezirksgendarmeriekommandanten in Neusiedl/See und dann zum stellvertretenden Leiter der Kriminalabteilung Burgenland auf. Schon damals machte er sich laut Innenministerium durch seinen unermüdlichen und erfolgreichen Einsatz bei der Kriminalitätsbekämpfung einen Namen, insbesondere bei der erfolgreichen Aufklärung und Abwicklung von Wirtschaftskriminalfällen.

2001 wechselte Lang nach Wien und arbeitete dort am Aufbau des Bundeskriminalamtes mit, dem er 20 Jahre in unterschiedlichen Funktionen treu blieb. Mit dem "Fall Kampusch" betreute er medial einen der größten Kriminalfälle Österreichs. Er prägte aber auch die Internationalität des BK und gestaltete den Aufbau von Polizeieinheiten in Südosteuropa mit. Nach seiner Ernennung zum Leiter der Abteilung Strategie und Administration war er unter anderem Initiator von zukunftsorientierten, österreichweiten Kriminal- und Sicherheitsprojekten wie dem Bürgerbeteiligungsprojekt "GEMEINSAM.SICHER" und der "Task Force Strafrecht".

(APA/Red)

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