Sturm Graz bei Mladost Podgorica mit dem Rücken zur Wand

©APA/Erwin Scheriau
Nach der Heimniederlage gegen Mladost Podgorica vor einer Woche droht Sturm Graz in der Europa-League-Qualifikation erneut das frühe Aus.

Der SK Sturm Graz steht schon nach dem ersten Spiel bei der Rückkehr in den Europacup mit dem Rücken zur Wand. Nach der 0:1-Niederlage im Erstrunden-Hinspiel in der Europa-League-Qualifikation gegen Mladost Podgorica müssen die Grazer am Donnerstag (20:30 Uhr, live auf ORF eins) gewinnen. Problematisch war vor der Abreise nach Montenegro der Mangel an fitten Innenverteidigern.

Leicht wird die Aufgabe für Sturm Graz in Podgorica wahrlich nicht. Im Hinspiel in Graz agierte Mladost abgebrüht, nutzte einen frühen Fehler der Heimischen eiskalt aus und verteidigte den Vorsprung erfolgreich. Die Mannschaft von Trainer Dejan Vukićević hat in allen drei bisher bestrittenen Europacuppartien zu null gespielt.

Sturm-Trainer Foda: “Sind in der Lage, in Podgorica zu gewinnen”

Die Steirer könnte somit wie schon 2013 und 2015 das frühe Aus ereilen. Breidablik (2. Quali-Runde 2013) und Rubin Kasan (3. Runde 2015) hießen damals die Gegner. Zählt man die letzten Spiele aus der Europa-League-Gruppenphase 2011/12 dazu, hat Sturm Graz in den vergangenen neun Europacupspielen kein Erfolgserlebnis gefeiert. Der letzte Sieg datiert vom 29. September 2011, seinerzeit schlugen die Grazer AEK Athen auswärts in der Gruppenphase 2:1.

Trainer Franco Foda wollte die Lage freilich nicht überdramatisieren. “Wir sind in der Lage, in Podgorica auch zu gewinnen, das hat die Leistung zu Hause gezeigt”, schöpfte der gebürtige Mainzer Mut aus der Tatsache, dass Sturm das Hinspiel klar dominierte. “Wir waren überlegen, haben uns auch einige Tormöglichkeiten herausgespielt, aber kein Tor erzielt.”

Am Wochenende legte Sturm im ÖFB-Cup eine erfolgreiche Generalprobe hin. “Wir sind jetzt im Cup weitergekommen, haben unsere Pflichtaufgabe erfüllt”, verwies Foda auf den 3:0-Sieg gegen den FC Hard, wo es im Finish noch mit dem Toreschießen klappte. In die Auslage gespielt hat sich dabei Neuzugang Fabian Schubert, dem gegen den Regionalligisten zwei Treffer gelangen.

Sturm Graz: Ausfälle in der Innenverteidigung

Kopfzerbrechen bereitet Foda derzeit aber ohnehin die Schaltstelle in der Abwehr. Mit Christian Schoissengeyr und Lukas Spendlhofer sind zwei Innenverteidiger noch rekonvaleszent, am Montag verletzte sich mit Kapitän Christian Schulz ein dritter. Der Deutsche erlitt im Training einen Hexenschuss und flog nicht mit nach Podgorica. “Wir müssen einige Umstellungen vornehmen, aber Trainer sind dazu da, Lösungen zu finden”, blieb Foda aber gelassen.

Möglich ist, dass Sturm noch auf dem Transfermarkt tätig wird. “Wir werden jetzt einmal schauen, wie schnell Schoissengeyr und Spendlhofer von ihren Verletzungen genesen sind”, ließ Foda wissen. “Auch im offensiven Bereich sind wir vielleicht nicht in der Breite so gut aufgestellt. Auch da sind wir noch im Überlegen, aber wir lassen alles auf uns zukommen.”

(APA, Red.)

  • VIENNA.AT
  • Fußball
  • Sturm Graz bei Mladost Podgorica mit dem Rücken zur Wand
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen