Sturm-Coach Foda optimistisch: "Chancen größer als 50 Prozent"

Sturm-Coach Foda: "Chancen größer als 50 Prozent"
Sturm-Coach Foda: "Chancen größer als 50 Prozent" ©APA
Österreich und Rumänien sind in der neuen Europa League mit je vier Fußball-Vereinen quantitativ am stärksten vertreten. Zum Auftakt der Gruppen-Phase kommt es in der UPC Arena zwischen Sturm Graz und Dinamo Bukarest (Pool F, 19.00 Uhr) zu einem Duell der "Giganten", dem die Hausherren optimistisch entgegenblicken. "Aufgrund des Heimspiels betragen unsere Chancen mehr als 50 Prozent", sagte Trainer Franco Foda.

Der Deutsche glaubt, dass seine Mannschaft auch gewinnen könne. “Aber wir müssen viel Geduld aufbringen, müssen auf die gefährlichen Konter des Gegners achten und die wenigen Tormöglichkeiten, die sich ergeben werden, eiskalt nützen”, lautete seine Marschroute, die den “Blackies” zum 13. Spiel in Serie ohne Niederlage auf europäischem Boden verhelfen soll. Die jüngste Niederlage (1:3) datiert vom Juli 2005 im Intertoto-Cup gegen den VfL Wolfsburg (1:3).

Vor der Europacup-Premiere zwischen Sturm und Dinamo bringt aber auch der 18-fache Meister und zwölffache Cupsieger Rumäniens seine Referenzen mit. Der aktuelle Vizemeister und derzeitige Tabellenvierte, hat von seinen jüngsten zehn internationalen Auswärtsspielen bei vier Siegen und drei Remis immerhin auch nur drei verloren. “Alle rumänischen Mannschaften sind stark”, weiß Foda vor einem neuerlichen Vergleich zwischen den WM-Quali-Gegnern Österreich und Rumänien.

Fodas Spion Didi Pegam hat sich von der Form des Gegners am Wochenende in Bukarest ein Bild gemacht, wobei die Hauptstädter gegen Otelul Galati 0:1 verloren. “Sie haben mit dem ehemaligen Innenverteidiger Dario Bonetti einen Italiener als Trainer und sind daher in der Abwehr gut organisiert und im Kollektiv stark”, meinte Foda, der auch die zwei Stürmer Niculea und Niculescu sowie den jungen rechten Mittelfeldspieler Torje als gefährliche Rumänen einstufte.

Aber der Sturm-Feldherr zerbricht sich nicht so sehr über die Rumänen den Kopf. “Sie sollten sich mehr Gedanken über uns machen”, spricht das Selbstvertrauen aus Foda, dessen Schützlinge nach Verlustpunkten Tabellenführer der Bundesliga sind und keine der sechs Partien in der Qualifikation gegen Siroki Brijeg, FK Petrovac und Metalist Charkiw verloren (vier Siege, zwei Remis) sowie ein Dutzend Tore erzielt haben.

Gegenüber dem 3:3 zuletzt gegen den LASK dürfte sich laut dem Erfolgstrainer in der Aufstellung nicht viel verändern. Kienzl, Haas und Lamotte sind weiterhin verletzt, dafür gehört erstmals der neue, 25-fache slowenische Teamstürmer Klemen Lavric dem Aufgebot an. Egal, mit welcher Elf die Steirer letztlich antreten werden, die dürfen auf die Unterstützung eines ausverkauften Hauses in Liebenau bauen.

Nicht nur Foda, Beichler, Jantscher und Co hofften, sondern auch der oberste Chef sehnt einen erfolgreichen Auftakt herbei. “Mit einem guten Start ist etwas drin für uns in Gruppe F. Man sollte nicht vergessen, dass Sturm bereits einmal solche Teams in der Champions League geschlagen hat”, sagte Hans Rinner. Für seinen Verein eröffne die Europa League die Chance, den erfolgreichen Weg der vergangenen drei Jahre fortzusetzen.

“Wenn man bedenkt, was in der Zeit alles entstanden ist, dann können wir sehr zufrieden sein. Wir haben die Sanierung des Clubs geschafft, jetzt wollen wir unsere Rohdiamanten langfristig an uns binden. Das wird eine spannende Aufgabe für Sportdirektor Oliver Kreuzer”, glaubt der Präsident. Hölzls Vertrag läuft zu Saisonende aus, auf Beichler, an dem im Sommer schon RB Salzburg dran war, und Jantscher gibt es Optionen für ein weiteres Jahr. “Wenn aber einer wirklich weg will, werden wir ihn nicht halten”, meinte Rinner.

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