Studienfächer: Die größten Klischees

Mit der Google Autovervollständigung wurde die Erhebung durchgeführt.
Mit der Google Autovervollständigung wurde die Erhebung durchgeführt. ©pixabay.com (Themenbild)
BWLer tragen den Pullover über die Schultern, Psychologiestudierende brauchen selbst einen Psychologen. Die Vorurteile, die sich über die verschiedensten Studienrichtungen verbreiten, sind unzählbar. Zum Semesterstart findet ihr hier die größten Klischees zusammengefasst.

Hochgeklappte Hemdkragen und im Audi vom Papi unterwegs. Ein typisches Klischee eines BWL-Studenten. Doch auch dass Psychologie-Studenten selbst einen Knacks haben und Ethnologie-Studenten Dreadlocks tragen und nie duschen, sind gern verbreitete Gerüchte.

Die gängigsten Klischees

Wer selbst studiert oder studiert hat, ist bestimmt mit vielen der Klischees vertraut. In den meisten Fällen stimmen sie zwar nicht, aber unterhaltsam sind sie dann doch meistens. Mit Hilfe der Google-Autovervollständigung hat die Firma “Warenvergleich.de” nun die gängigsten Klischees analysiert.

Viele der häufig studierten Fächer kommen ganz und gar nicht gut weg. Jura- und Medizin-Studenten gelten daher oft als “arrogant”. Die BWL-Studenten in Papi’s Audi sind “Idioten”, die Psychologie-Studenten “komisch” und die Mathematik-Studenten sind gar “faul”. Ganz anders sieht es bei den Maschinenbau- und Biologie-Studenten aus. Erstere gelten als “wichtig”, zweitere sind “hoch im Kurs”. Bei anderen Studienfächern versucht die Autovervollständigung klar zu stellen, dass Informatiker “keine Ingenieure” und Sozialarbeiter “keine Therapeuten” sind.

Manchen Studienrichtungen wird sogar eine ganz neue Bedeutung zugewiesen. Wirtschaftsingenieure seien “wie Enten”, Soziologie-Studenten seien “neue Ingenieure” und Physiker werden “tolle Eltern”. Das nicht jedes Studium selbst erklärend ist, zeigt sich bei Fragen wie “Was sind Germanisten?”, “Sind Erziehungswissenschaftler Pädagogen?” oder einfach nur “Wirtschaftsinformatiker Ingenieure”.

Die größten Klischees über Studienfächer.
Die größten Klischees über Studienfächer. ©Warenvergleich.de

Erhebung mit Auto-Vervollständigen-Funktion

Die Erhebung der Studie erfolgte durch die Auto-Vervollständigen-Funktion von Google. Hier zeigte sich , was Menschen zu bestimmten Themen oft suchen. Wird beispielsweise in die Suchzeile bei Google “Biologen sind” eingegeben, erscheinen in dem Feld darunter mögliche Vorschläge. Damit ließen sich die gängigen Vorurteile herausfiltern. Für die Erhebung wurde immer die erste Option ausgewählt.

Besonders auffällig bei der Erhebung war, dass Studienrichtungen, bei denen großer Andrang ist, besonders schlecht wegkommen. Hier sind BWL, Medizin, Jus und Psychologie zu nennen. Maschinenbauer, Biologen und Physiker schneiden hingegen sehr positiv ab.

Teilweise auch absurde Klischees

Manche Vorurteile und Vervollständigungen wirken gar absurd. “Wirtschaftsingenieure sind wie Enten lässt sich aber mit dem Satz “Enten können schwimmen, tauchen, gehen und fliegen. Aber alles nicht gut” erklären. So lautet das Klischee, dass Wirtschaftsingenieure zwar Alleskönner seien, aber in Spezialbereichen eher schlecht einsetzbar.

“Physiker sind tolle Eltern” hat sich von einem T-Shirt-Spruch abgekupfert, “Soziologen sind die neuen Ingenieure” von einem Artikel. Soziologie-Studenten haben sind jedoch gleich mit mehreren Klischees konfrontiert, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Einerseits arbeiten sie nicht als Sozialarbeiter, sondern als Sozialforscher oder als Quereinsteiger in der Wirtschaft. Oder doch ganz anders: als Taxifahrer.

(Red)

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