Studie zeigt: Senioren haben keine Angst vorm Altern

Die Senioren von heute sind glücklicher denn je.
Die Senioren von heute sind glücklicher denn je. ©Doro
Eine länderübergreifende Studie hat gezeigt, dass Menschen keine Angst vor dem Altern haben. Eine Mehrheit der befragten Senioren ist mit ihrem Leben zufrieden.

Eine länderübergreifende Studie von Doro hat mehr als 2.000 Senioren dazu befragt, was es bedeutet, in der heutigen Gesellschaft zu altern. Das Ergebnis zeichnet ein durchwegs positives Bild.

Lebenserwartung in Österreich bei 83,7 und 78,9 Jahren

Wer 2020 in Österreich auf die Welt gekommen ist, kann mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 83,7 bei Frauen bzw. 78,9 Jahren bei Männern rechnen. In Schweden geht man davon aus, dass die Lebenserwartung bis 2050 auf mindestens 86,2 Jahren bei Frauen bzw. 83,6 Jahren bei Männern ansteigen wird. Je länger wir leben, desto größer wird der Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung, von denen immer mehr ein immer stattlicheres Alter erreichen werden – nicht ohne Auswirkungen auf Wirtschaft, Gesellschaft und medizinische Versorgung. Gleichermaßen stellt die zunehmende Lebenserwartung auch die älteren Menschen selbst vor neue Herausforderungen. Körperliche und geistige Veränderungen ziehen nicht spurlos an ihnen vorbei. Dennoch bleiben heutige Senioren positiv gesinnt und haben Vertrauen in die Zukunft.

Befragte haben keine Angst vorm Altern

Bei der Studie zeigte sich, dass die Befragten keine Angst vor dem Altern habe. Die Befragten sind mehrheitlich der Meinung, dass die heutige Generation es im Alter besser als vorangegangene Pensionisten hätte: 79 Prozent schätzen die Möglichkeiten, das Leben ab 60 zu genießen, heute viel besser als vor zwanzig Jahren ein. Etwas mehr als die Hälfte (53 Prozent) hat keine Angst vor dem Altern. Dabei sind Senioren in Frankreich tendenziell ängstlicher als in Deutschland.

Außerdem gab eine klare Mehrheit (80 Prozent) an, mit ihrem Leben zufrieden zu sein. Während die Zuversicht speziell in Deutschland groß ist, fällt es insgesamt 61 Prozent der Befragten leicht, ihren Platz in der gegenwärtigen Welt zu finden. 62 Prozent vermissen dennoch ihr Berufsleben. Je älter die Befragten sind, desto mehr. Beinahe ebenso viele (65 Prozent) – darunter vor allem Frauen – sind besorgt um ihre Pension.
77 Prozent bewertet ihre körperliche Fitness (in Bezug auf Mobilität, Geschicklichkeit, Sehen und Hören) positiv. Die Fähigkeit, zu schreiben und Dinge sicher in der Hand zu halten, sticht hervor. Dennoch schränkt die Gesundheit 33 Prozent der Befragten bei wichtigen Aktivitäten ein.

Menschen haben Angst vor Einsamkeit

Die Angst vor der Einsamkeit trübt das positive Gesamtbild. Das Empfinden in einer zunehmend unsicheren Welt zu leben steigt und fördert Isolation. 69 Prozent der Befragten sind verunsichert, allein auszugehen. Dabei zeigen sich Teilnehmer aus Schweden und Frankreich bzw. Frauen besorgter als Männer. 67 Prozent der Teilnehmer empfinden die Welt heute gefährlicher als vor zwanzig Jahren.

71 Prozent der Befragten fühlen sich nicht alt. Über die Hälfte (58 Prozent) vertraut darauf, sich bei einem Unfall selber helfen zu können – nur in Schweden ist man in diesem Punkt eine Spur zurückhaltender. 34 Prozent der Studienteilnehmer haben Angst, ihrer Familie eines Tages zur Last zu werden.

(Red)


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