Studie: Österreichs Jugend in der Schule stark unter Druck

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Zwei Drittel der österreichischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen empfinden sich in Arbeit, Ausbildung oder Schule stark unter Druck. Besonders belastet: Die 11- bis 14-Jährigen.

Zu diesem Ergebnis kommt die am Montag veröffentlichten “Timescout”-Studie des Marktforschungsinstitut “tfactory”. Österreichweit würden über 1.000 Jugendliche befragt.

Besonders betroffen ist laut der Untersuchung die Gruppe der Elf- bis 14-jährigen. 75 Prozent gaben an, dass sie in Arbeit/Schule/Studium “stark unter Druck stehen” und dass der Druck “von Jahr zu Jahr größer” werde. Eine besondere Rolle beim Stressaufbau spielen die Eltern, fanden die Experten weiters heraus. Von ihnen fühlen sich 55 Prozent der Elf- bis 14-jährigen besonders gedrängt und getrieben, wenn es um die Leistung in der Schule geht.

Dass einem großen Teil der Jugendlichen unter solchen Bedingungen die Lust an der Schule vergehe, sei nicht weiter verwunderlich, so die Studienautoren um Berhard Heinzlmaier. Fast 50 Prozent der Elf- bis 14-jährigen macht die Schule nach eigenen Angaben gegenwärtig keinen Spaß.

Die Schule ist aber nicht der einzige Stressfaktor im Leben der Jugendlichen. Für 60 Prozent der Befragten regieren laut “tfactory” auch in der Freizeit Druck und Stress. Die Freizeit stehe für viele unter genau demselben Normen- und Anforderungsdiktat wie die Schule.

“Interessant ist, dass die Jugendlichen eigentlich mit ihren LehrerInnen und Eltern zufrieden sind”, so Heinzlmaier. Der Druck komme für sie von außen, von der Politik und der Wirtschaft, in die Schule und damit in die Familien. Immer wieder werde seitens der Jugendlichen der Verdacht geäußert, dass sich Politiker mit schulpolitischen Konzepten nur zu profilieren versuchten und es ihnen eigentlich egal sei, wie es den Schülern und Lehrern gehe.

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