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Studie: Hat Wien ein Overtourism-Problem?

Wien hat laut der Studie kein Overtourism-Problem.
Wien hat laut der Studie kein Overtourism-Problem. ©APA (Sujet)
Immer mehr Städte in Europa kämpfen mit einem Übermaß an Touristen. Gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Roland Berger hat die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) nun eine Studie erstellt, die einen Overtourism-Vergleich von 52 Städten und Handlungsempfehlungen enthält. Auch Wiens Tourismus wird begutachtet.

“Es kommt international zunehmend zu Friktionen, weil zu viele Touristen in die Städte kommen”, sagte Co-Autor Vladimir Preveden bei der Präsentation der Analyse am Mittwoch. Der Städtetourismus wachse doppelt so schnell wie der nationale Tourismus. Auch ungeregelte Sharing Economy erweise sich als Turbo für das Phänomen des Overtourism.

Gesunder Tourismus in Wien

Das Problem ist für Wien kein Thema. Die Bundeshauptstadt liegt – gemeinsam mit London, Rom, München oder Berlin – im Bereich der “Shining Stars”, wie es in der Studie bezeichnet wird, mit einem “optimalen Verhältnis” zwischen Touristen und Einheimischen.

“Wien fällt in den Bereich der Städte mit einem gesunden Tourismus”, sagte Preveden. Salzburg, das ebenfalls in der Studie inkludiert wurde, hat dagegen mit dem Problem des “Overtourism” zu kämpfen. Eine besonders hohe Dichte an Touristen bei gleichzeitig verhältnismäßig geringer Wertschöpfung haben außerdem Prag, Bordeaux und Brügge.

Kein Overtourism-Problem in Wien

Für die Studie wurde die Tourismusdichte, also die Zahl der Nächtigungen pro Einwohner, der Wertschöpfung gegenübergestellt. Wie viel der Tourismus in einer Stadt generiert, sei schwer zu messen, räumte Preveden ein. In diesem Fall wurde der Netto-Logiserlös pro verfügbarem Zimmer herangezogen. Der lag in Salzburg 2017 bei 78,36 Euro, in Wien bei 73,80 Euro. Während Salzburg 19,6 Nächtigungen pro Einwohner verzeichnete, waren es in Wien aber nur 8,2 Nächtigungen.

“Wir haben in Wien kein Overtourism-Problem”, stellte auch Tourismusdirektor Norbert Kettner fest. Das liege – neben der Strategie des Wien-Tourismus – daran, dass Wien als Vier-Millionen-Stadt geplant worden sei.

Tourismusstrategie für Österreichs Bundeshauptstadt

Ziel der Tourismusstrategie für Wien ist es, die Wertschöpfung zu erhöhen, sagte Kettner. Daher setze der Wien-Tourismus ausschließlich auf das Premiumsegment. “Wir haben uns aus allen Bereichen des Massentourismus zurückgezogen”, sagte Kettner. So gebe es etwa keinerlei Kooperationen mit Busunternehmen mehr. Ganz ohne Nächtigungszuwachs werde jedoch auch Wien nicht auskommen.

Um dem Phänomen des “Overtourism” vorzubeugen, empfehlen die Studienautoren die Belebung tourismusärmerer Stadtviertel zur Entlastung der Zentren und die Schaffung von Angeboten, die gezielt Luxus-Gäste ansprechen. Städte, die bereits unter zu vielen Touristen leiden, müssten die Kapazitäten bzw. den Zugang begrenzen, sagte ÖHV-Generalsekretär Markus Gratzer. So habe Salzburg bereits für gewisse Zonen eine Begrenzung des Bettenkontingents und ein Online-Buchungssystem für Busse eingeführt.

(APA/Red)

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