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Studie über Klimawandel in Wien

©© Bilderbox
Aufgrund des weltweiten Anstiegs der Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre verändert sich das Erdklima. Laut Bericht des IPCC hat sich die globale Durchschnittstemperatur von 1906 auf 2005 um ca. 0,74 °C erwärmt.

Elf der letzten zwölf Jahre (1995-2006) gehören zu den zwölf wärmsten Jahren seit Beginn der instrumentellen Messung der globalen Erdoberflächentemperatur (seit 1850).

Mit Hilfe von Klimamodellen und -szenarien versuchen ForscherInnen auf der ganzen Welt, abzubilden, wie sich das Klima höchstwahrscheinlich in den nächsten Jahrzehnten weiterentwickeln wird. Die Auswirkungen des Klimawandels werden aber regional und lokal sehr unterschiedlich sein.

Aus diesem Grund hat die Wiener Klimaschutzkoordinationsstelle KlimaforscherInnen der Wiener Universität für Bodenkultur beauftragt, in einer Studie den diesbezüglichen derzeitigen Wissensstand für den Wiener Raum zusammenzufassen. Die Studie: “Auswirkungen des Klimawandels auf Wien unter besonderer Berücksichtigung von Klimaszenarien (Kromp- Kolb/Formayer/Clementschitsch)” liegt nunmehr vor. Die wichtigsten Ergebnisse sind:

Es wird auch in Wien wärmer. In den 40er Jahren dieses Jahrhunderts wird es im Osten Österreichs voraussichtlich um folgende Werte wärmer sein als in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts:

* Winter: 1,3 bis 1,8 °C
* Frühjahr: 1,8 bis 2,5 °C
* Sommer:2,0 bis 2,5 °C
* Herbst: 2,5 bis 3 °C

Es werden auch vermehrt Hitzewellen auftreten. Als Hitzewelle bezeichnet man eine Abfolge von mindestens 3 Tagen, an denen die Maximaltemperatur über 30°C liegt. Waren es in der Periode 1961- 1990 durchschnittlich 5,1 Hitzewellen-Tage pro Jahr, 1976-2005 bereits 9,1 Hitzewellen-Tage, so ist für die Periode 2010 bis 2039 für die Wiener Innenstadt ein Wert von durchschnittlich 17,7 Hitzewellen-Tagen pro Jahr realistisch. Die inneren Bezirke Wiens sind aufgrund des städtischen Wärmeinseleffektes von der Hitzebelastung stärker betroffen als die Stadtrandgebiete.

Erste Grobabschätzungen ergeben, dass die Heizgradtage bis 2050 um rund 20 Prozent abnehmen, während die Kühlgradtage um rund 117 Prozent zunehmen werden.

Auch hinsichtlich der Niederschläge sind Änderungen zu erwarten. Hier die Aussagen über die wahrscheinlichen Änderungen in den Jahren 2041-2050 im Vergleich zu den Jahren 1981-1990:

* Winter: +15% bis 30 %
* Frühjahr: bis zu -15%
* Sommer: von -15% bis + 30%
* Herbst: -25% bis -35%

Außerdem ist mit einer Zunahme der Niederschlagsintensität zu rechnen. Allerdings sind Aussagen betreffend die Niederschläge wissenschaftlich noch weniger gut abgesichert als Aussagen über die Temperaturentwicklung.

Durch eine Zunahme der Trockenperioden in Kombination mit dem Anstieg der Verdunstung wird es wahrscheinlich zu einer starken Abnahme des Bodenwassergehaltes kommen.

Wenn hier auch vieles noch nicht ausreichend erforscht ist, so ist dennoch schon heute klar, dass man darüber nachdenken muss, wie man sich auf die wahrscheinlich eintretenden Veränderungen vorbereiten soll. Deshalb wird diesem Gesichtspunkt bei der Fortschreibung des Wiener Klimaschutzprogramms (“KliP II”) besonderes Augenmerk geschenkt.

Oberste Priorität im Klimaschutz ist und bleibt natürlich die Reduktion von Treibhausgasemissionen. Daneben ist es aber auch notwendig, möglichst frühzeitig zu erkennen, ob bzw. inwieweit vom Klimawandel negative Folgen verursacht werden könnten, um diese durch die Entwicklung und Umsetzung geeigneter Maßnahmen zu verhindern.

Bauwerke, Parkanlagen und andere Infrastruktureinrichtungen bestehen oft jahrzehntelang und sollen auch bei veränderten Klimaeinflüssen nicht an Komfort und Funktionstüchtigkeit einbüßen. Auch im Energiebereich gilt es, die sich ändernden Rahmenbedingungen im Zuge der entsprechenden Planungen berücksichtigen. Durch die frühzeitige Integration der künftigen Klimaveränderungen in aktuelle Planungsprozesse und Sanierungsmaßnahmen können negative Auswirkungen reduziert und (volks)wirtschaftliche Kosten eingespart werden. Außerdem sollen auch mögliche positive Auswirkungen identifiziert und soweit möglich verstärkt werden.

Das Ziel dabei ist es, die hohe Lebensqualität in Wien auch unter Bedingungen des Klimawandels zu erhalten bzw. noch weiter zu steigern. (Quelle: RK)

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