Studie: Armen Ländern droht Bildungskrise

Die armen Länder der Welt befinden sich einer neuen Studie zufolge am Rande einer Bildungskrise. Dafür verantwortlich sei die weltweite Finanzkrise, die zu Kürzungen von weltweit 4,6 Milliarden Dollar (knapp 3,5 Milliarden Euro) bei den Ausgaben für Bildung geführt habe, heißt es in einem am Montag veröffentlichten Bericht der Organisation Global Campaign for Education.

Weltweit gehen demnach 69 Millionen Kinder nicht in die Schule.

Besonders schlecht beim Thema Bildung für Kinder sieht es dem Bericht zufolge in den Ländern Somalia, Eritrea, Haiti, den Komoren und Äthiopien aus. Kriterien bei der Bewertung der Länder waren Zugang zu einer Basisausbildung, die Verhältniszahl zwischen Lehrern und Schülern und Bildungsmaßnahmen für Mädchen.

Zu den Millennium-Entwicklungszielen der Vereinten Nationen, die derzeit von Staats- und Regierungschefs auf einem dreitägigen Gipfel in New York überprüft werden, gehört das Vorhaben, bis 2015 jedem Kind auf dieser Welt eine grundlegende Schulausbildung zu ermöglichen. Die Zahl der Kinder, die nicht zur Schule gehen hat sich nach UNO-Angaben von 106 Millionen im Jahr 1999 auf 69 Millionen im Jahr 2008 verringert. In den afrikanischen Ländern südlich der Sahara bekommen derzeit allerdings nur 76 Prozent der Kinder eine Schulausbildung.

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