Studentenproteste - Uni Wien setzt auf "politische Lösung"

Aus dem Rektorat weht ein friedlicher Wind: Es sollen Verhandlungen mit den Besetzern geführt werden anstatt einer Räumung.

Das Rektorat der Universität Wien setzt weiterhin auf Verhandlungen mit der Studentenprotestbewegung, um eine Freigabe des seit 41 Tagen besetzten Audimax zu erreichen, so eine Sprecherin des Rektorats am Donnerstag zur APA. Aus Sicht der Uni Wien “sind politische Lösungen immer besser” als eine Räumung des Hörsaals, wie sie etwa von VP-Generalsekretär Fritz Kaltenegger und der Jungen ÖVP (JVP) gefordert wird.

“Unser Ziel ist es, möglichst bald wieder den Vorlesungsbetrieb im Audimax stattfinden zu lassen”, so die Sprecherin. Deshalb gebe es morgen, Freitag, um 17.00 Uhr schließlich eine Diskussion des Rektorats mit dem Plenum des Audimax.

Auch die Besetzer selbst sprechen von einem “wichtigen Termin, wie es weitergeht, hängt stark von dem Gespräch mit (Rektor Georg) Winckler ab”, so ein Mitglied der Presse AG gegenüber der APA. Dabei werde das Plenum “aktuelle Probleme” ansprechen, und “er (Winckler, Anm.) hat uns sicher auch etwas zu sagen”. Auch Lösungen wie eine Weiterführung der Besetzung bei gleichzeitiger Ermöglichung des Vorlesungsbetriebs könnten debattiert werden, so die Sprecherin der Besetzer. Allerdings “muss das das Plenum entscheiden”, die Haltung der Mehrheit der Besetzer in dieser Frage könne sie nicht einschätzen.

Kalteneggers Aufforderung zur Räumung einen Tag vor dem von den Besetzern lange geforderten Besuch des Rektorats im Plenum nannte die Sprecherin “ungeschickt”. Und auch im Falle einer Räumung hält sie ein Ende der Besetzung für unwahrscheinlich. “Wenn geräumt wird, wird geräumt. Ich glaube nicht, dass wir deshalb aufgeben.”

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