Studentenproteste: 500 Teilnehmer bei Demonstration in Salzburg

Salzburg - Der Studentenprotest in Österreich hat auch Salzburg erreicht: Rund 500 Studierende haben sich am Mittwochnachmittag bei einer Demonstration durch das Zentrum der Mozartstadt beteiligt, um gegen die "katastrophalen Bedingungen an den Hochschulen" zu protestieren.
Bilder der Proteste in Salzburg
Bilder des Demozuges
Kein Demozug in Linz

Nach der Kundgebung wurde der größte Hörsaal im Gebäude der Gesellschaftswissenschaften auf unbefristete Zeit besetzt.

Vier Forderungen erhob ÖH-Vorsitzende Tatjana Markl zum Auftakt der Kundgebung vor dem Gebäude der Gesellschaftswissenschaften, das vom diesjährigen Ansturm der vielen Studierenden besonders betroffen ist: Zum Ersten seien sämtliche Aufnahme- oder Knock-Out-Prüfungen abzuschaffen. “Es gibt nicht zu viele Studierende, sondern zu wenig Studienplätze. Alle sollen das studieren können, was sie wollen”, so Markl. Zweitens forderte sie eine “Auffinanzierung” der Universitäten, zum Dritten bessere Arbeitsbedingungen für die Universitätsbediensteten und schließlich “die restlose Abschaffung aller Studiengebühren”.

Rund 500 Demonstranten – diese Schätzung gab die Polizei gegenüber der APA ab – zogen dann vom Institutsgebäude entlang der Salzach zur Staatsbrücke und von dort durch die Altstadt wieder zurück. “Wir sind hier und wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut”, riefen einige in ihre Megafone, unterstützt durch ein paar Trillerpfeiferl, während die meisten aber sich einfach unterhaltend durch die Straßen zogen. Auf den paar Transparenten war unter anderem “Geld für Bildung statt für Banken” oder “Freiheit für Wissenschaft und Forschung” zu lesen.

Gegenüber der APA zeigte sich die ÖH-Vorsitzende über die Zahl der Teilnehmer zufrieden. Sie betonte, dass Salzburg heuer durch den gewaltigen Ansturm (mit einem Plus von 38 Prozent bei den Studienanfängern und 35 Prozent bei der Zahl der Inskribierten gegenüber dem Vorjahr, Anm.) besonders betroffen sei.

Kurz vor 16.30 Uhr kam dann der Zug wieder beim Gebäude der Gesellschaftswissenschaften an. Dort strömten die Demonstranten in den größten Hörsaal des Hauses und besetzten diesen – nach dem Vorbild aus anderen österreichischen Städten – auf unbefristete Zeit.

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