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Stromschlag: Teenager stürzt brennend zu Boden

Durch diese Oberleitungen fließen 15 000 Volt
Durch diese Oberleitungen fließen 15 000 Volt ©APA
Ein Anwohner warnt zwei Jugendliche noch, ehe sie auf einen Bahnstrommasten klettern. Die Teenager nehmen den ausgebildeten Notarzt aber nicht ernst. Dann bekommt einer der beiden einen Schlag und stürzt brennend zu Boden. Er schwebt in Lebensgefahr.

Bremen – Trotz der Warnung eines Anwohners sind zwei Jugendliche in Bremen auf einen Bahnmasten geklettert, woraufhin ein 14-Jähriger einen lebensgefährlichen Stromschlag erlitten hat. Zusammen mit seinem ein Jahr jüngeren Freund habe er am Sonntagnachmittag Handyfotos von oben machen wollen, teilte die Bundespolizei am Montag mit. Die 15 000 Volt führende Oberleitung versetzte dem älteren Jungen einen Stromschlag und entzündete seine Kleidung. Der Teenager stürzte aus rund fünf Metern Höhe brennend zu Boden.

Ersthelfer reagierten schnell

Der 57 Jahre alte Anwohner, der die Jungen zuvor vergeblich aufgefordert hatte, von dem Masten herunterzukommen, und von Beruf Notarzt ist, eilte dem 14-Jährigen zur Hilfe. Zusammen mit seiner Tochter löschte er die Kleidung des Jugendlichen mit Wasser und versorgte ihn bis zum Eintreffen der Rettungskräfte. Ein Rettungshubschrauber flog den Jungen, der schwere Verbrennungen erlitt, anschließend in eine Spezialklinik nach Hamburg. Er schwebte auch am Montag weiterhin in Lebensgefahr. Der Freund des Verunglückten erlitt einen Schock.

Unklar war, ob der Jugendliche die Leitung überhaupt berührt hatte. Der Sicherheitsabstand zu Bahnoberleitungen beträgt 1,5 Meter. Für die Rettungsmaßnahmen musste die Bahnstrecke kurzzeitig gesperrt werden. Seit Jahren warnen die Deutsche Bahn und die Bundespolizei auch bei Präventionsaktionen etwa in Schulen davor, auf Waggons zu klettern oder für Selfies die Gleise zu betreten. Trotzdem kommt es immer wieder zu schweren Unfällen.

(DPA)

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