Strom in Region um Moskau abgestellt

Die russischen Behörden haben wegen der heftigen Waldbrände um Moskau in der Nacht auf Samstag den Strom in mehreren Bezirken abgeschaltet.

Betroffen seien vor allem Haushalte östlich der russischen Hauptstadt, berichtete der Rundfunksender Moskauer Echo am Samstag. Die seit einer Woche schwelenden Wald- und Torfbrände weiteten sich unterdessen aus. Die Feuerwehr machte über 200 Brandherde aus. Mehr als 3.500 Einsatzkräfte versuchten, das Feuer einzudämmen.

Die Tageszeitung „Kommersant“ kritisierte das Moskauer Bürgermeisteramt scharf. Die Behörden spielten die tatsächliche Gefahr der Brände und des dadurch entstehenden Smog herunter. „Weltweiten ärztlichen Statistiken“ zufolge hätten in den vergangenen Tagen bereits „dutzende“ Menschen tot sein können, warnte das Blatt.

Der stellvertretende Chef der Moskauer Gesundheitsbehörde, Alexander Iwanenko, hatte die Lage für die rund zehn Millionen Moskauer am Freitag als „weder kritisch noch extrem“ bezeichnet. Maßnahmen zur Eindämmung der Emissionen seien nur nötig, wenn die Brände länger als eine weitere Woche anhalten sollten. Moskau liegt seit Tagen unter einer dichten Dunstglocke. Die Luftverschmutzung erreichte mehrfach das Doppelte des Grenzwerts.

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