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Streit um Amazon: GPA sieht erste Erfolge

Die Vorsitzende der Privatangestellten-Gewerkschaft Barbara Teiber und Maarten N. berichtete über die Arbeitsbedingungen.
Die Vorsitzende der Privatangestellten-Gewerkschaft Barbara Teiber und Maarten N. berichtete über die Arbeitsbedingungen. ©APA/Helmut Fohringer
Nach den Vorwürfen eines Mitarbeiters gegen Amazon, sah die Gewerkschaft GPA-djp heute erste Erfolge.
Amazon meldet sich zu Wort
Mitarbeiter kritisiert Arbeitsbedingungen

Der Streit um die Arbeitsbedingungen bei Amazon in Österreich geht weiter. Nachdem ein Amazon-Mitarbeiter von erniedrigenden und gefährlichen Arbeitsbedingungen berichtet hat, sah die Gewerkschaft GPA-djp heute erste Erfolge. Demnach habe der US-Konzern Änderungen beim Management und im Verteilzentrum in Großebersdorf (NÖ) vorgenommen.

Druck zeigt bei Amazon erste Wirkung

"Der öffentliche Druck aufgrund menschenunwürdiger Arbeitsbedingungen bei Amazon scheint Wirkung zu zeigen", so GPA-Vorsitzende Barbara Teiber am Freitagvormittag. Wenige Stunden später kam dann das Dementi von Amazon. "Es ist Unsinn. Unser Verteilzentrum ist von dem selben Management Team geleitet. Wir haben keinen Umbau vor, da das Gebäude absolut sicher ist und gute Arbeitsbedingungen bietet", so der Konzern in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber der APA.

Bereits am Vormittag hatte die GPA gemeint, sie bleibt weiter dran, so wurde die Niederösterreichische Gebietskrankenkasse ersucht zu überprüfen, ob bei den Botenfahrern Scheinselbstständigkeit vorliegt. Beim Sozialministerium werde eine Verordnung angeregt, die Anzahl der Leiharbeitskräfte bei Amazon drastisch zu reduzieren. Laut Angaben des Amazon-Mitarbeiters ist lediglich das Management der Verteilerzentrale in Großebersdorf (NÖ) bei Amazon beschäftigt, die rund 150 weiteren Mitarbeiter seien Leiharbeitskräfte.

Mitarbeiter berichtete über bedenkliche Arbeitsbedingungen

Am Dienstag hatte der Amazon-Mitarbeiter Maarten N., unterstützt von der GPA, vor zahlreichen Journalisten über bedenkliche Arbeitsbedingungen bei dem Onlineriesen berichtet. Durch die räumliche Enge komme es zu Unfällen, Mitarbeiter würden permanent überwacht und diszipliniert und Anfang der Woche wisse man nie, ob man Ende der Woche noch einen Job hat.

Amazon-Chef Jeff Bezos gilt als der reichste Mann der Welt. Das US-Magazin "Forbes" bezifferte zuletzt das Vermögen des 55-Jährigen auf 131 Mrd. Dollar (rund 116 Mrd. Euro). Dies seien nochmals 19 Mrd. Euro mehr als ein Jahr zuvor.

Gekündigter Mitarbeiter kein Manager

Im Streit um die Arbeitsbedingungen bei Amazon Österreich bestreitet der US-Konzern, einen Manager gekündigt zu haben. Jener Mitarbeiter, der heute nach der Kündigung in die Öffentlichkeit gegangen ist, habe aufgrund seiner Erfahrung zwar nicht auf der einfachsten Ebene gearbeitet, aber auch keine Leitungsfunktion inne gehabt, hieß es zur APA.

Der Beschäftigte wiederum behauptet, operativer Schichtführer der Nachtschicht gewesen zu sein. Beworben habe er sich um eine Stelle als "Teamleiter mit Führungsfunktion", für die er auch angestellt wurde. Laut Gewerkschaft GPA soll es aber auch beim Dienstvertrag des Mitarbeiters Ungereimtheiten geben. Die GPA will sich den Vertrag nun genauer anschauen.

(APA/Red)

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