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Streit im Massage-Salon: Haft für gewalttätigen Kunden

In einem Massage-Salon in St. Pölten war die Situation eskaliert.
In einem Massage-Salon in St. Pölten war die Situation eskaliert. ©bilderbox/Sujet
Man verweigerte ihm seine gewünschte Dienstleistung, daraufhin wurde er rabiat: Nach einem gewalttätigen Auftritt in einem Massage-Salon ist ein 47-jähriger Mann im Wiener Straflandesgericht rechtskräftig zu acht Monaten unbedingter Haft verurteilt worden.

Er war gegenüber einer Masseurin und der Betreiberin des Ladens handgreiflich geworden, weil man ihm die erwünschte Dienstleistung verweigert hatte. Mehr als 50 Euro wollte der Mann nämlich nicht bezahlen. 

Der 47-Jährige war am 9. November 2012 extra aus St. Pölten in die Bundeshauptstadt gereist, weil er am Vortag in dem vorgeblich auf Asia-Massagen spezialisierten Salon voll auf seine Rechnung gekommen war. Neben der Massage hatte er auch sexuelle Dienste in Anspruch genommen. Beim zweiten Besuch verlangte die Masseurin, die diesmal Dienst hatte, allerdings 80 Euro.

Kunde rastete im Massage-Salon aus

Daraufhin holte der Niederösterreicher eine Ausgabe der “Kronen Zeitung” aus der Tasche, dank der er auf das Studio aufmerksam geworden war. Er zeigte der Frau das entsprechende Inserat im Kleinanzeigen-Teil und rief: “Schau, da steht 50 Euro!” Die Masseurin beharrte jedoch auf dem von ihr genannten Preis.

Da wurde der Mann, der sich zu diesem Zeitpunkt bereits bis auf die Unterwäsche entkleidet hatte, rabiat. Er sei doch “nicht deppert”, erzählte er nun Richterin Eva Brandstetter: “In der Zeitung ist gestanden, sie macht’s auch um 50 Euro.” Die Masseurin habe aber nur mehr herumgeschrien, “da hab’ ich ihr ane owe g’haut, dass sie sich beruhigt”.

Die von den Hilfeschreien alarmierte und herbeigelaufene Chefin soll der spärlich bekleidete Kunde mit einem Wasserkocher und einem Aschenbecher beworfen haben. Auch ein kleines Hackebeil, mit dem üblicherweise Gemüse zerteilt wird, soll er geschwungen haben. “Sex muss sein”, brüllte er, wie ein zweiter anwesender Kunde hörte, der sich vorsorglich in dem Zimmer, in dem er sich befand, einsperrte.

“Er war wie von allen Sinnen verlassen”, beschrieb die Chefin des Salons im Zeugenstand den 47-Jährigen. Ihre Behauptung, in ihrem Laden gebe es keinen Sex, wurde während der Hauptverhandlung widerlegt: Ein Polizist hatte sich als verdeckter Ermittler in den Salon begeben, um die Angaben des Angeklagten zu überprüfen. Tatsächlich wurden dem Beamten dort gegen Voraus-Zahlung geschlechtliche Handlungen avisiert.

“Weil ich narrisch wurde”

Am Ende hatte der 47-Jährige die Masseurin und ihre Chefin zu Boden gebracht. “Weil ich narrisch wurde, hab’ ich beide Mädchen zu Boden geworfen”, gestand der Angeklagte kleinlaut.

Mit dem Urteil war der Mann einverstanden.

(APA)

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