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Streikwelle in Italien

Italien erwartet eine Streikwelle, die den Flug- und den Zugverkehr beeinträchtigen dürfte. Am Dienstagnachmittag soll das Personal der Mailänder Radarkontrolle die Arbeit niederlegen.

Betroffen sind auch Flüge aus der Schweiz. Da von Mailand aus der Flugverkehr im gesamten norditalienischen Raum kontrolliert wird, mussten Dutzende von Flügen gestrichen werden. Allein die italienische Fluggesellschaft Alitalia setzte 92©Flüge aus, 50 davon sind internationale Verbindungen. Weitere 71©Flüge mussten zeitlich verschoben werden, weil die Arbeit im Mailänder Tower zwischen 12.00 und 16.00 Uhr ruht.

Die Fluggesellschaft Swiss hat nach eigenen Angaben ihren einzigen Flug nach Mailand, den von Zürich-Kloten, gestrichen. Betroffen sind 87 Passagiere. Von der Schweiz aus sind nach Informationen aus Zürich, Genf und Basel keine weiteren Flüge betroffen.

Am Donnerstag ist ein 24-stündiger Streik der Eisenbahner geplant. Der Protest wurde von dem autonomen Gewerkschaftsverband Orsa organisiert. Noch unklar ist, wie viele der rund 120©000 italienischen Bahnangestellten sich dem Protest für die Gehaltserhöhung anschliessen werden. Zu rechnen ist jedenfalls mit dem Ausfall mehrerer Züge.

40 bis 50 SBB-Verbindungen

Vom Streik zwischen Donnerstag und Freitag 21.00 Uhr sind rund zwei Drittel der Zugverbindungen zwischen der Schweiz und Italien betroffen, wie ein Sprecher der SBB am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur sda sagte. Das sind zwischen 40 und 50©Verbindungen. Die SBB fährt nach eigenen Angaben lediglich bis zur italienischen Grenze.

Ein Streik im Nahverkehr dürfte am 15. Dezember ein Chaos in den italienischen Grossstädte auslösen. Aus Protest gegen schleppende Tarifverhandlungen kündigten die drei grossen Gewerkschaften für diesen Tag einen 24-stündigen Ausstand an. Betroffen sind Busse, Strassenbahn und Metro.

Bereits am 1. Dezember hatte ein Streik den Verkehr in Rom, Mailand und Neapel zum Erliegen gebracht. Die Gewerkschaften verlangen Lohnerhöhungen und mehr Investitionen in den Nahverkehr.

Alitalia-Ausstand

Ein weiterer Protest des Alitalia-Personals ist am 17. Dezember geplant. Die Belegschaft rief einen 24-stündigen Streik aus. Die Arbeitnehmer wollen gegen den Alitalia-Sanierungsplan protestieren, der als „ineffizient und sinnlos” bezeichnet wurde.

Geplant ist die Streichung von 1500 Arbeitsplätzen und die Auslagerung von weiteren 1200 Stellen. Alitalia hofft, sich somit von einer gravierenden Krise zu erholen, die die Gesellschaft seit über zwei Jahren belastet.

Arbeitsniederlegung im Januar

Der Protest des Alitalia-Personals ist der letzte Streik vor der Weihnachtspause, in der Arbeitskämpfe gesetzmässig verboten sind. Die Pause wird jedoch kurz sein. Am 8. Januar sind wieder Streikaktionen im Flugverkehr vorgesehen.

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