Streikwelle in Frankreich geht weiter

Die Streiks gegen die geplante Rentenreform in Frankreich sind in voll im Gange. Die Gewerkschaften sind mit dem letzten Angebot der Regierung unzufrieden.

In Frankreich ist der öffentliche Verkehr auch am Donnerstag durch Streiks gegen die geplante Rentenreform erheblich behindert worden. Zahlreiche Linien der Pariser Metro verkehrten nicht. Dadurch bildeten sich rund um die Hauptstadt Staus mit einer Gesamtlänge von 260 Kilometern. Der Bahn- und Flugverkehr funktionierte jedoch weitgehend normal.

In der Nacht waren Marathon-Verhandlungen zwischen der rechts-bürgerlichen Regierung und den Gewerkschaften ohne entscheidenden Durchbruch beendet worden. Vor allem die sozialistisch orientierte Gewerkschaft Force Ouvriere (FO) und die kommunistisch ausgerichtete CGT erklärten die letzten Kompromissangebote von Sozialminister Francois Fillon für unzureichend. Am Dienstag waren Millionen Arbeitnehmer in den Streik getreten.

Für den 25. Mai riefen die Gewerkschaften bereits zu einem weiteren landesweiten Streiktag auf. Der rechts-liberale Premierminister Jean-Pierre Raffarin hatte vor dem Beginn der Streiks gesagt, Frankreich werde nicht „von der Straße regiert“. Die Regierung will das Renteneintrittsalter bis 2020 stufenweise für Beamte um viereinhalb und für die übrigen Arbeitnehmer um zwei Jahre hinaufsetzen.

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