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Streik am Flughafen Düsseldorf: Auch Österreich-Flüge fallen aus

Auch Flüge der AUA fallen wegen des Streiks in Düsseldorf aus
Auch Flüge der AUA fallen wegen des Streiks in Düsseldorf aus ©APA
Weil private Sicherheitskräfte mit einem derzeitigen Stundenlohn von 8,23 Euro höhere Löhne wollen, wird am Flughafen Düsseldorf am Montag gestreikt. Betroffen sind unter anderem auch Flüge von und nach Wien, Linz, Salzburg und Graz. Reisende müssen sich auf lange Warteschlangen und Flugausfälle einstellen.

Grund für die Ausfälle am Flughafen Düsseldorf ist ein neuerlicher Streik der privaten Sicherheitskräfte, die mit der Arbeitsniederlegung höhere Löhne durchsetzen wollen. “Es ist erneut mit erheblichen Beeinträchtigungen des Flug- und Abfertigungsbetriebs zu rechnen”, teilte der Düsseldorfer Airport in der Früh mit. Auch Flüge von und nach Österreich sind betroffen.

Keine Flüge nach Wien, Linz, Salzburg und Graz

Zwei Air-Berlin-Flüge von Wien nach Düsseldorf fallen am Montag aus sowie vier Verbindungen von Düsseldorf nach Wien, wie aus dem Flugplan (Stand Montagmittag) hervorgeht. Auch die AUA-Flüge von Linz nach Düsseldorf und wieder retour sind storniert, ebenso die Air-Berlin-Verbindungen von Salzburg nach Düsseldorf und zurück sowie die AUA-Flüge von Graz nach Düsseldorf bzw. Düsseldorf nach Graz.

Die deutsche Gewerkschaft ver.di will mit dem Streik die Arbeitgeberseite zügig an den Verhandlungstisch bekommen. “Solange kein neues Angebot auf dem Tisch liegt, haben wir nur die Wahl, maximalen Druck zu erzeugen”, erklärte ver.di-Verhandlungsführerin Andrea Becker. Die Gewerkschaft erwarte “einen Tarifabschluss vor den Osterferien”. Diese beginnen im Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW) am 25. März. Sollte vonseiten der Arbeitgeber kein Vorschlag kommen, könnte es in den kommenden Tagen weitere Aktionen geben, sagte ein ver.di-Sprecher.

Der Streik am Flughafen Düsseldorf

Nachdem am Freitag der Flughafen Köln-Bonn bestreikt worden war, legte das Sicherheitspersonal in Düsseldorf am Montagfrüh um 4.00 Uhr die Arbeit nieder. Der Ausstand soll um 24 Uhr enden. Die Fluggesellschaften hätten bereits vor dem neuerlichen Streik 166 (136 Abflüge, 30 Ankünfte) von ursprünglich 593 geplanten Flugbewegungen am größten NRW-Airport gestrichen, teilte der Flughafen mit.

Passagiere wurden gebeten, weitestgehend auf Handgepäck verzichten, um die Sicherheitskontrollen zu beschleunigen.

Hintergründe des Tarifkonflikts

Seit Wochen führen im Tarifkonflikt des privaten Wach- und Sicherheitsgewerbes in NRW Streiks des Sicherheitspersonals an den Airports in Düsseldorf und Köln-Bonn immer wieder zu Flugausfällen. Die Passagiere an den Flughäfen werden von sogenannten Luftsicherheitsassistenten kontrolliert – sie sind Angestellte von Firmen, die die Aufgabe im Auftrag der Bundespolizei übernehmen. Nach Gewerkschaftsangaben arbeiten 70 bis 80 Prozent der Sicherheitsleute in Nordrhein-Westfalen in der untersten Lohngruppe und erhalten in der Stunde 8,23 Euro.

ver.di fordert für die 34.000 Beschäftigten der Branche zwischen 2,50 Euro und 3,64 Euro mehr pro Stunde. Der Verband der Sicherheitsfirmen BDSW nennt die Forderung “völlig überzogen”. Bisher haben die Arbeitgeber 40 Cent mehr Lohn angeboten. Die Beteiligung an den Streiks sei sehr hoch, sagte der ver.di-Sprecher. Am Montag sei sie bei 95 Prozent gelegen, hieß es.

Insgesamt 172 Flüge abgesagt

Wie später am Montag bekannt wurde, wurden 137 Abflüge und 35 Landungen bis zum Nachmittag gestrichen, wie der Flughafen mitteilte – knapp 30 Prozent der ursprünglich vorgesehenen 593 Flugbewegungen. Am Hamburger Airport einigten sich hingegen die Tarifparteien auf einen Abschluss und setzten weitere Streiks aus.Nach Angaben des Düsseldorfer Flughafens war die Situation im Terminal trotz längerer Warteschlangen entspannt. Bereits nach der Streikankündigung der Gewerkschaft Verdi vom Sonntag hatte der Flughafen die Passagiere gebeten, sich vor ihrer Anreise zum Airport unbedingt bei den Airlines, Reiseveranstaltern oder auf der Homepage des Düsseldorfer Flughafens über ihren Flug zu informieren. Wartende Fluggäste wurden nach Angaben des Airports am Montag mit Trinkwasser und kleinen Snacks versorgt. Die Flughafen-Feuerwehr richtete Sitzgelegenheiten im Terminal und eine Betreuungsstation ein.

An den beiden großen NRW-Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn waren in den vergangenen Wochen wiederholt Sicherheitsmitarbeiter in den Ausstand getreten. Hintergrund sind die festgefahrenen Tarifverhandlungen im nordrhein-westfälischen Wach- und Sicherheitsgewerbe. Verdi fordert für die landesweit 34.000 Beschäftigten der Branche Lohnerhöhungen zwischen 2,50 und 3,64 Euro.

(apa/red)

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