Strasser über Burgtheater: Finanzielle Stabilität steht im Zentrum

Burgtheater: Bilanzvorlage für 24.4. erwartet
Burgtheater: Bilanzvorlage für 24.4. erwartet ©APA
Im Zentrum der Bemühungen rund um die Causa Burgtheater stehe derzeit die Schaffung von finanzieller Stabilität, sagte Aufsichtsratsvorsitzender Christian Strasser.
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Bei der Bilanzerstellung für 2012/13 sei “noch Einiges zu tun”: “Bei der nächsten regulären Aufsichtsratssitzung am 24. April erwarte ich mir die Vorlage eines ordentlichen Geschäftsabschlusses inklusive Testat der KPMG.”

Stabilität steht im Zentrum

Detaillierte Informationen werde es bis dahin nicht geben, allerdings soll die Öffentlichkeit unmittelbar nach dem Aufsichtsrat und nicht erst zu der zu einem späteren Zeitpunkt erfolgenden Bilanz-Pressekonferenz der Bundestheater-Holding informiert werden. Es werde in der Burgtheater-Bilanz mit Sicherheit ein Verlust ausgewiesen werden, es bestehe aber “keine Konkursgefahr”. Die einzige bisher getroffene Entscheidung betreffe den Verkauf der Burg-Probebühne, mit der Option auf einen späteren Rückkauf. Der Käufer stehe noch nicht fest, “aber lieber ist es mir, es bleibt in der Familie”, sagte Strasser in Richtung eines möglichen Ankaufs durch die Holding-Tochter Art for Art.

Ende Mai müsse dem Aufsichtsrat dann ein fertiges Maßnahmenpaket für die Saison 2014/15 vorgelegt werden. “Die Geschäftsführer sind angewiesen, nach Vorgaben des Eigentümers dieses Maßnahmenpaket zu erstellen.” Mit seiner Erstellung sei der Aufsichtsrat nicht befasst, er habe aber volles Vertrauen in die beiden Geschäftsführer: “Karin Bergmann und Thomas Königstorfer wissen, was sie tun.” Mit den angestrebten zehn bis 15 Maßnahmen sollte die Zukunft des Hauses für die nächsten Jahre gesichert sein.

Vertrauen wieder herstellen

Als weitere Hauptaufgabe der kommenden Monate nannte Strasser die Wiederherstellung des Vertrauens, sowohl innerhalb des Burgtheaters als auch außerhalb. “Dabei sind die bisherigen Maßnahmen in die richtige Richtung gegangen. Dass sie rasch gesetzt wurden, war ein wichtiger Stabilisierungsschritt.”

“Im Laufe des Jahres wird das Burgtheater wieder in einem ruhigeren Fahrwasser sein”, so Strasser. Dass der Theater-Tanker durch die zu erwartenden Auseinandersetzungen rund um die Arbeitsgerichtsklagen der entlassenen Geschäftsführer Silvia Stantejsky und Matthias Hartmann wieder in Schlingern kommen könnte, glaubt er nicht. “Viel mehr Schmutzwäsche als in der Vergangenheit gewaschen wurde, kann ich mir nicht mehr vorstellen.”

Causa Burgtheater

Zu erwarten ist, dass vor Gericht nicht nur die Rolle der Holding, sondern auch jene des Aufsichtsrats, dessen Mitglied Strasser seit 2009 war, neuerlich hinterfragt wird. “Was notwendig war, haben wir gemacht”, meinte Strasser, der die bisherige Rolle des Aufsichtsrats als “sehr aktiv” und “durchaus selbstkritisch” beschrieb: “Wir haben alle unsere Unterlagen CMS (der Anwaltskanzlei CMS Reich-Rohrwig Hainz, Anm.) zur Prüfung übergeben. Das Ergebnis war, Gott sei Dank, für uns beruhigend: ‘Ihr habt Euch nichts vorzuwerfen!’ Wir haben bestmöglich gehandelt. Ich sehe daher einem möglichen zweiten oder dritten oder vierten Gutachten sehr gelassen entgegen.”

(Das Gespräch führte Wolfgang Huber-Lang/APA)

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