Strache zum Frauentag: "Zwangsquoten sind absurd"

Strache hält verpflichtende Frauenquoten für die Privatwirtschaft für "absurd".
Strache hält verpflichtende Frauenquoten für die Privatwirtschaft für "absurd". ©AP
FPÖ-Parteichef Heinz-Christian Strache hält verpflichtende Frauenquoten für die Privatwirtschaft für "absurd". Dies erklärte er bei einer Veranstaltung des FPÖ Klubs und der Initiative Freiheitliche Frauen am Donnerstag im Palais Epstein anlässlich des 101. Frauentags.

Auch Frauensprecherin Carmen Gartelgruber lehnte Quoten sowohl in der Politik als auch in der Wirtschaft ab. Diese Diskussion würde lediglich die Untätigkeit von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (S) aufzeigen, so Gartelgruber.

Bundeshymne als “einzige Errungenschaft”

“Zwangsquoten” seien absurd und Unsinn. “Uns geht es um freie Gestaltungsmöglichkeiten”, erklärte Strache. “Die Frauenpolitik der Bundesregierung liegt im Argen”, die einzige “Errungenschaft” der Bundesregierung sei die Textänderung der Bundeshymne gewesen, kritisierte er und meinte, Heinisch-Hosek solle sich hingegen mit “den wirklichen Problemen” beschäftigen.

Wahlfreiheit bei Lebensgestaltung

Der Freiheitliche Klubobmann plädierte für Wahlfreiheit auch bei der Lebensgestaltung: “Wenn man sich für die Familie entscheidet und Kinder bekommt, darf man dafür nicht diskriminiert werden als Heimchen am Herd, das nichts weiterbringt. Das ist Schwerstarbeit.” Ebenso müsse akzeptiert werden, wenn sich jemand für Beruf und Familie entscheidet oder gar keine Kinder bekommt. Für Kinderlose sei allerdings, “im Sinne der Gerechtigkeit”, über höhere Steuern zu diskutieren, meinte Strache mit Blick auf das Pensionssystem.

“Frauen wollen Teilzeit”

Gartelgruber zeigte sich überzeugt, dass Frauen mit Kind nicht nur Teilzeit-Jobs angeboten bekommen: “Das Gegenteil ist der Fall, sie wollen Teilzeit.” Denn dies würde Stress aus der Familie nehmen, so die Abgeordnete. (APA)

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