Strache weist Aussagen Mölzers zu FPÖ-Historikerkommission zurück

Strache hat die Aussagen Mölzers zurückgewiesen.
Strache hat die Aussagen Mölzers zurückgewiesen. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Vizekanzler und FPÖ-Chef Heinz Christian Strache betonte bei einer Pressekonferenz am Freitag, dass die Aussagen von Andreas Mölzer zur FPÖ-Historikerkommission für ihn "in keiner Weise nachvollziehbar" seien. Mölzer relativierte daraufhin seine Äußerungen.
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Strache selbst sei die Aufarbeitung der Parteigeschichte ein wirkliches Anliegen. Mölzer – er leitet eine parteiinterne “Referenzgruppe” für die Historikerkommission – hatte die Kommission zuvor als “taktisches Manöver” bezeichnet, um nach einer Affäre im niederösterreichischen Wahlkampf wieder aus den Schlagzeilen zu kommen.

Strache wies das zurück. Die Historikerkommission unter Leitung des früheren Juristen und FP-Politikers Wilhelm Brauneder solle die Geschichte der Partei “schonungslos” aufarbeiten. Wer seine diesbezüglichen Aussagen beim diesjährigen “Akademikerball” gehört habe, könne “klar nachvollziehen, dass mir das ein wirkliches Anliegen ist”, sagte Strache. Der Parteichef hatte sich beim Ball der FPÖ Ende Jänner gegen Antisemitismus und Totalitarismus auch in den eigenen Reihen ausgesprochen: “Das ist unser Verständnis. Und wer dieses Verständnis nicht trägt, der ist bei uns nicht willkommen”, so Strache damals.

Mölzer relativierte seine Aussagen zur FPÖ-Historikerkommission

Mölzer hat seine Aussagen zur FP-Historikerkommission am Freitag relativiert, aber nicht dementiert. Natürlich seien die Attacken gegen die FPÖ im Niederösterreich-Wahlkampf der “ursprüngliche Anlass” für die Kommission gewesen, so Mölzer via OTS. Somit sei die Aufarbeitung der Parteigeschichte eine “taktische Maßnahme” gewesen, die aber in der Partei “schnell mit Begeisterung aufgegriffen wurde”. “Wenn nun hier aus einem sehr entgegenkommenden Gespräch, Zitate aus dem Kontext gerissen werden, widerspricht das nicht nur der Intention der Kommission, sondern allen bisherigen Erklärungen und Bemühungen der handelnden Personen”, sagt Mölzer.

Keine unmittelbaren Konsequenzen für Mölzer

Unmittelbare Konsequenzen für Mölzer werden seine Aussagen laut Parteichef Heinz Christian Strache nicht haben. Auf die Frage der APA, ob Mölzer als Leiter der “Referenzgruppe” für die Historikerkommission abgelöst werde, meinte Strache am Freitag, er wolle zuerst mit Mölzer persönlich reden. Mölzer habe seine eigene Meinung, aber in der Referenzgruppe gebe es ja auch andere Persönlichkeiten.

APA/Red.

 

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