Strache unterstützt umstrittenen Uni-Rat Pendl

Sollte Bildungsministerin Gehrer wie angekündigt Gerhard Pendl als Universitätsrat der Medizin-Universität Wien (MUW) wegen dessen Rede am Grab des NS-Luftwaffenoffiziers Walter Nowotny am Wiener Zentralfriedhof abberufen, will dieser den Bescheid gerichtlich anfechten.

Unterstützt wird er dabei von FPÖ-Obmann Strache, wie am Mittwoch in einer gemeinsamen Pressekonferenz ankündigt wurde.

Strache, dessen Partei Pendl als Uni-Rat nominiert hat, kritisierte Gehrers Versuch, den „unbescholtenen, international hochrenommierten Universitätsprofessor Pendl“ abzuberufen und „reflexartig mit ein paar verwirrten Linkslinken ein Geheul anzustimmen“. „Wir werden diesem linken Meinungsterror begegnen.“ sagte Strache. Eine Nähe zu nationalsozialistischem Gedankengut „gab und gibt es hier nicht“, so Strache, der in Österreich „einen um sich greifenden Linksfaschismus wahrnimmt“.

Pendl ist erstaunt, „wie schnell man zur Unperson wird“. Von Bildungsministerin Gehrer fühlt er sich vorverurteilt. Seine Einstellung zum Nationalsozialismus erklärte Pendl so: „Meine griffigste Weise, mich von dieser unseligen Ideologie zu distanzieren, ist zu sagen: Adolf Hitler hat in die deutsche Geschichte hineingeschissen.“

Am Donnerstag tagt nach Angaben der FPÖ der Senat der MUW, mit dem einzigen Tagesordnungspunkt die Frage der Abberufung Pendls. Aus diesem Grund habe man den Mitgliedern des Senats ein Rechtsgutachten des Rechtsvertreters Pendls, Ex-FPÖ-Justizminister Harald Ofner, übermittelt, erklärte FP-Anwalt Johannes Hübner.

Pendl hatte als Obmann des Vereins zur Pflege des Grabs von Walter Nowotny bei einer Grabrede am 12. November betont, es sei „unsere Pflicht, gegen die seelischen Narben der Gutmenschen, die auch die Toten nicht in Ruhe lassen, aufzuzeigen, dass es doch noch ein Fähnlein gibt in diesen deutschen Landen, die unsere unschuldigen Soldaten und ihren furchtbaren Tod nicht vergessen oder gar herabwürdigen“.

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