Strache distanzierte sich von "Tetschn"-Verteilung

FPÖ-Obmann Strache hat sich am Mittwoch von jeglicher "Tetschn"-Verteilung distanziert und sich zugleich hinter seinen Kärntner Parteifreund Scheuch gestellt. Dessen Aussagen zur Disziplinierung von Schülern hatten zuvor für gehörigen Wirbel gesorgt.
Scheuchs "Tetschn"-Sager
Kritik von allen Seiten
Stemer: "Gewalt ist tabu"

Strache hielt fest, er lehne “Gewalt im Erziehungsbereich” ab und sei überzeugt, dass auch Scheuch, in der Kärntner Landesregierung zuständig für Bildungsfragen, das nicht anders sehe. Letzterer war auch am Mittwoch mit Rücktrittsaufforderungen konfrontiert.

Streichung der Kinderbeihilfe als Strafe

Der FPÖ-Obmann verwies darauf, dass die “Zahl der verhaltensauffälligen Schüler” wachse und es auch immer wieder zu Attacken gegen Lehrer komme. Doch Fehlverhalten dürfe “nie mittels ‘Tätschn’ oder anderer Gewalt sanktioniert werden”, hielt der Strache fest. Strafen sollten vielmehr mittels “Schulverweis oder eventuell auch mittels Streichung der Kinderbeihilfe in Extremfällen” verhängt werden. “Ich bin überzeugt, dass auch Uwe Scheuch es nicht anders gemeint haben kann”, betonte Strache.

Kräuter fordert Strache-Rücktritt

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Kräuter forderte am Mittwoch indesen den sofortigen Rücktritt Scheuchs, ebenso der ehemalige Wiener Stadtschuldratspräsident Kurt Scholz: “Menschen, die die ‘gsunde Watschn” wieder einführen wollen, haben im Bildungswesen nichts zu suchen und sollten sich ein Lichtjahr von Erziehungsfragen fernhalten”, sagte er im Ö1-“Morgenjournal”.

 

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