Strache: "Bin kein Ausländerfeind"

H.C. Strache beim ORF-Sommergespräch &copy apa
H.C. Strache beim ORF-Sommergespräch &copy apa
FP-Chef Strache distanziert sich im ORF-Sommergespräch von Nazi-Gedankengut und bezeichnet sich als nicht ausländerfeindlich - "haben nur zu viele und oft die falschen in Österreich"...

FPÖ-Chef Strache hat im ersten ORF-Sommergespräch mit den Parteiobleuten Dienstag abend betont, dass er „kein Ausländerfeind“ sei. Gleichzeitig betonte er aber, dass „wir zu viele Ausländer und leider oft die falschen in Österreich haben“. Strache unterstrich ferner, dass er sich vom NS-Gedankengut abgrenze.


Für die Landtagswahlen im Oktober erwartet sich der FPÖ-Chef den Einzug in der Steiermark und den „deutlichen Einzug mit über sieben Prozent“ im Burgenland. Sein Wahlziel für Wien sei, die absolute Mehrheit der SPÖ zu brechen. Eine Wiedervereinigung von FPÖ und BZÖ schloss er dezidiert aus: „Nein, ich stehe für Täuschungsmanöver nicht zur Verfügung. Jörg Haider ist ein brillanter Verkäufer gewesen, aber er hat auch Wähler verkauft“.

“Bin leidenschaftlicher Österreicher”


Strache beantwortete die Frage, ob er ein Deutscher sei mit der Feststellung, „ich bin leidenschaftlicher Österreicher“. Ob er die ehemalige Aussage des heutigen BZÖ-Chefs Haider, wonach die österreichische Nation eine ideologische Missgeburt sei, unterstütze? Strache dazu: „Es gibt eine Staatsnation und eine Kulturnation.“


Auf seine Homepage angesprochen geriet der FPÖ-Chef ein wenig ins Trudeln, als er von Armin Wolf auf die Zusammenfassung eines Buches von Ernst Jünger angesprochen wurde. Wolf: „Ich fand das eine ganz tolle Zusammenfassung von dem Buch und ich habe Sie bewundert, dass Sie so gut schreiben.“ Strache: „Ich schreibe gern, ich habe Gastkommentare geschrieben.“


Als Wolf ihn damit konfrontierte, dass beim Durchlaufen des Textes durch eine Suchmaschine im Internet der selbe Text auf einer rechtsradikalen deutschen Internet-Homepage von 1998 wortwörtlich wiedergefunden wurde, sagte Strache: „Ich habe meine Homepage nicht selbst geschrieben.“ Er wies ferner zurück, dass seine Mitarbeiter von rechtsradikalen Homepages abschreiben würden.


Zu Drogenvorwürfen aus dem Jahr 2002 – Strache war vorgeworfen worden, Kokain konsumiert zu haben – betonte der FPÖ-Chef, dass ein Drogentest negativ verlaufen sei.

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