Österreichische Buchwoche eröffnet

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Die 59. Österreichische Buchwoche ist eröffnet. Bis 19. November wird sich die heimische Buchbranche auf 114 Veranstaltungen dem Publikum präsentieren.

Dem deutschen Verleger Klaus Wagenbach wurde dabei im Wiener Rathaus der „Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln“ überreicht.

Mailath-Pokorny würdigte Wagenbach als einen zentralen Vertreter der Gegenöffentlichkeit. „Verleger agieren an der wichtigen Schnittstelle zwischen Kultur und Öffentlichkeit“, zitierte Mailath- Pokorny zu Beginn die Jury-Entscheidung für den ersten Verleger, der den Ehrenpreis erhält. Wagenbach verkörpere das vom Soziologen Pierre Bourdieu erwähnte „Gegenfeuer“, er habe durch die Übersetzung wichtiger internationaler Werke neue Blickweisen ermöglicht.

Laudatorin Sigrid Löffler verwies darauf, dass Wagenbach erst der zweite Nicht-Österreicher nach Peter Ustinov sei, der den Toleranzpreis erhalte. Sie äußerte Bewunderung dafür, wie er Toleranz praktiziere, ganz im Sinne von: „Respekt gebührt nur jenen, die ihn wirklich verdienen.“ Der Wagenbach-Verlag sei unabhängig und mache davon Gebrauch.

Zu seiner Auszeichnung sagte Wagenbach, sie habe ihn “überraschend, aber nicht unvorbereitet“ getroffen. Es folgten Anekdoten über seine Verbindungen zu Österreich – von Ernst Jandl bis Erich Fried – und frühere und aktuelle Verlagstätigkeiten. Wagenbach wird am Dienstag beim größten „Lese-Event“ in der Vorweihnachtszeit im Leseforum über Franz Kafka referieren.

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