Stephansdom erstrahlt aus Solidarität in blaugelb

Gemeinsam mit anderen Wiener bauten erstrahlt der Wiener Stephansdom am Donnerstag aus Solidarität mit der Ukraine in blaugelb.
Gemeinsam mit anderen Wiener bauten erstrahlt der Wiener Stephansdom am Donnerstag aus Solidarität mit der Ukraine in blaugelb. ©APA/HANS PUNZ
Aus Solidarität mit der Ukraine erstrahlt der Wiener Stephansdom am Donnerstag in blaugelb. Die Westfassade wird von 20 bis 22 Uhr in den Farben der ukrainischen Flagge angestrahlt.
LIVE-Blog zur Ukraine am Mittwoch

Seine Westfassade wird von 20 bis 22 Uhr - zeitgleich mit anderen öffentlichen Gebäuden in Wien beziehungsweise Österreich - mit den Farben der ukrainischen Flagge blaugelb angestrahlt. Bereits um 11.53 Uhr ertönt wie in vielen anderen europäischen Kathedralen und Domen ein siebenminütiges Glockengeläut für den Frieden.

Stephansdom erstrahlt aus Solidarität in blaugelb

Initiiert hat diese Aktion der Europäischen Vereinigung der Dombau-, Münsterbau- und Bauhüttenmeister der Wiener Dombaumeister Wolfgang Zehetner, wie die Dompfarre St. Stephan am Mittwoch mitteilte. Am kommenden Dienstag, 8. März, ist um 20.30 Uhr ein "Konzert für den Frieden" mit Künstlern aus der Ukraine wie auch aus Russland, aus Österreich und anderen Ländern vorgesehen. Details dazu werden noch bekanntgegeben.

Gebetstafeln am Stephansdom für Gebete von Gläubigen angebracht

Weitere Initiativen sind im Stephansdom ab Anfang kommender Woche angebrachte Gebetstafeln, auf denen Gläubige Anliegen und Gebete anheften können, sowie eine Online-Fürbittbox der Dompfarre, um mit den Menschen für ihre Anliegen zu beten. Vermutlich ab Mitte März sollen Werbesujets am Südturm und an der Nordfassade des Doms in den ukrainischen Nationalfarben angebracht werden.

Anteilnahme und Solidarität mit der Ukraine

Im Stephansdom bündelt sich damit die Anteilnahme, die Vertreter aller christlicher Kirchen und auch anderer Religionen in Österreich mit dem Schicksal der Kriegsopfer in der Ukraine bereits zum Ausdruck brachten.

In vielen Kathedralen und Domen in ganz Europa werden am Donnerstag um 12 Uhr mittags die Glocken für den Frieden läuten. "Wir, die Gemeinschaft der Bauverantwortlichen der großen Kathedral- und Domkirchen Europas von Norwegen bis Malta und von Spanien bis in die Ukraine, möchten zum Krieg in der Ukraine nicht schweigen", hieß es in einer Aussendung der Europäischen Vereinigung der Dombau-, Münsterbau- und Bauhüttenmeister.

Glocken der Kirchen sollen sieben Minuten läuten

Die Glocken der Kirchen sollen sieben Minuten läuten, jede Minute Läuten stehe für einen Tag seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine, so die Dombaumeistervereinigung. "Mit diesem Läuten erklären wir uns solidarisch mit den Menschen, die diesen Krieg aushalten und um ihr Leben bangen müssen, die den Widerstand gegen eine Übermacht organisieren müssen, die vor dem Krieg fliehen müssen, die den Mut haben, gegen die Kriegstreiber in ihrem Land zu protestieren und die in den Ländern leben, die unmittelbar von diesem Krieg betroffen sind." Neben dem Wiener Stephansdom sollen sich u.a. auch die Dresdner Frauenkirche, der Naumburger Dom, der Merseburger Dom sowie weitere Gotteshäuser etwa in Frankfurt/Main und Konstanz an der Aktion beteiligen.

(APA/Red)

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