Steirerin in der Schweiz getötet: Hinweise auf Sexualdelikt

Gebürtige Steirerin im Kanton Bern tot gefunden - Zwei Festnahmen
Gebürtige Steirerin im Kanton Bern tot gefunden - Zwei Festnahmen ©APA/ Keystone (Bieri)
Eine in der Schweiz getötete Steirerin, deren Leiche am Samstag gefunden worden war, dürfte einem Sexualdelikt zum Opfer gefallen sein.
Langenthal: Bilder vom Tatort
Zwei Männer festgenommen
Schweiz: Leiche identifiziert

Zwei Verdächtige sind am Montagabend festgenommen worden, teilte die Kantonspolizei Bern am Dienstag mit. Die Online-Ausgabe des Schweizer Blattes “Aargauer Zeitung” sowie die Wiener Gratiszeitung “Heute” in ihrer Mittwoch-Ausgabe berichteten, die Frau sei im Escort-Service tätig gewesen.

Frau wurde Opfer “massiver stumpfer Gewalt”

Laut ersten Ergebnissen des Berner Instituts für Rechtsmedizin war die Frau “massiver stumpfer Gewalt” ausgesetzt. Außerdem seien Spuren eines Sexualdeliktes nachgewiesen worden. Die gerichtsmedizinischen Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen. Die Leiche war nackt und blutverschmiert in einem Lichtschacht bei einer Sporthalle auf einem Schulgelände in Langenthal entdeckt worden. Gefunden haben die Tote Mitglieder einer Jugend-Handballmannschaft, die in der Halle gespielt hatten.Zwei Personen wurden laut Polizei im Zusammenhang mit der Tat festgenommen. Die Brüder im Alter von 23 und 25 Jahren seien Montagabend in der Region angehalten und in Haft genommen worden. Sie seien verdächtig, mit dem Tod der 43-jährigen gebürtigen Leobnerin in Verbindung zu stehen.

“Der Bezug der beiden verhafteten Personen zur Getöteten ist eine der Fragen, denen wir nachgehen”, sagte ein Polizeisprecher auf APA-Anfrage. Der Fundort der Leiche – offenbar nicht zwingend der Tatort – sei vom Wohnort der Frau “einige hundert Kilometer mit dem Auto entfernt”. Die Tat dürfte in der Nacht auf Samstag verübt worden sein.

Am Sonntagabend war in der Region Langenthal das Auto des Opfers, ein silbergrauer Mercedes Benz CLK 500, gefunden worden. Auch in der Umgebung des Fundortes der Leiche ging die Suche nach Hinweisen weiter. Unter anderem wurden bei den Teichen auf dem Schulgelände, wo die Tote entdeckt wurde, Polizeitaucher eingesetzt.

Arbeit als Escort-Dame?

Laut Schweizer Medien habe das Opfer als Catering-Köchin gearbeitet und nach einer Erbschaft als sehr wohlhabend gegolten. Die Frau habe zunächst ein Fotostudio betrieben und später auf Köchin umgesattelt. Gewohnt habe sie in Bäch im Kanton Schwyz. Laut “Aargauer Zeitung” und “Heute” habe die Steirerin seit Jahren unter dem Namen Christina auch als Escort-Dame gearbeitet. Sie soll ihre Dienste über Rotlicht-Agenturen angeboten haben.

Die Schweizer Behörden hatten zur Identität der Getöteten bekanntgegeben, es handle sich um eine Österreicherin, die seit längerer Zeit in der Schweiz und zuletzt im Kanton Schwyz wohnhaft war. Mit Rücksicht auf die Angehörigen würden keine weiteren Angaben zu ihrer Person gemacht.

(APA)

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