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Stecken die Horror-Keime in Fertig-Salaten?

Rätselraten um die Ursache Der EHEC-Keime: jetzt sind Fertig-Salate und Kantinen ins Visier der Forscher geraten.
Symptome und Ansteckung
Stichwort: Der EHEC-Erreger
Der EHEC-Erreger im Ländle bekannt

Salat von der Salat-Bar könnte die Ursache für die EHEC-Welle in Deustchland sein. Doch auch Kantinen stehen unter Verdacht. Die in Frankfurt erkrankten Menschen haben in derselben Kantine gegessen. Sie ist aus Vorsichtsmaßnahmen vorerst geschlossen worde. Eindeutige Ergebnisse liegen aber noch keine vor.

 Der Durchfallerreger EHEC gilt bis jetzt noch als besonders gefährlich: Bei blutigem Durchfall dürfen Infizierte keine Zeit verlieren: Wenn die Erkrankung von aggressiven EHEC-Darmbakterien ausgelöst wurde, besteht das Risiko eines schweren, unter Umständen sogar tödlichen Verlaufs. Dabei tritt das sogenannte Hämolytisch-Urämische Syndrom (HUS) auf: Darunter versteht man das gemeinsame Auftreten von Nierenversagen, Anämie und Mangel an Blutplättchen.

Von den EHEC (Enterohämorrhagische Escherichia coli) freigesetzte Giftstoffe (Verotoxin) zerstören das Blut und können zu Nierenversagen führen. Wie die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie erklärt, entstehen zu Beginn des HUS aufgrund der Gefäß- und Zellschäden Mikro-Thromben in kleinsten Blutgefäßen, auch in den Nieren. Die Blutplättchen und die roten Blutkörperchen werden zerstört (Hämolyse) oder sammeln sich in kleinsten Blutgerinnseln.

Um die Nieren zu retten, muss infiziertes Blutplasma (der helle Bestandteil des Bluts) mit einer Art Blutwäsche beseitigt und entweder durch eine Plasmaspende oder einen entsprechenden Ersatzstoff ersetzt werden. Diese Prozedur wird drei bis fünf Mal hintereinander vorgenommen. Auch eine intravenöse Flüssigkeitszufuhr und kreislaufstabilisierende Medikamente werden eingesetzt. Antibiotika dagegen werden nicht routinemäßig gegeben, da sie zur verstärkten Toxinfreisetzung führen können.

Bei einem äußerst schweren Krankheitsverlauf können die Nieren versagen. Trotz intensiver Therapie liegt die Sterblichkeit nach Angaben der Fachärzte bei etwa fünf Prozent. Außerdem besteht die Gefahr eines bleibenden Nierenschadens.

Durch das HUS können auch andere Organe geschädigt werden: So erleiden die Betroffenen oft eine gefährliche Schwellung des Gehirns, wie die Gesellschaft für Nephrologie erklärt. Das HUS ist nach deren Angaben normalerweise eine Krankheit im Kindes- und Jugendalter.

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