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Cristiano Ronaldo: Offizier, Museumsgründer, Weltfußballer

Cristiano Ronaldo ist am Montagabend bei der FIFA-Gala in Zürich als Weltfußballer des Jahres 2013 geehrt worden.
Cristiano Ronaldo ist am Montagabend bei der FIFA-Gala in Zürich als Weltfußballer des Jahres 2013 geehrt worden. ©AP
Zum Offizier wurde Cristiano Ronaldo kürzlich in seiner Heimat ehrenhalber ernannt. "Großoffizier des Ordens des Infanten Dom Henrique", darf er sich seither nennen, weil er dem Ansehen Portugals in der Welt dient. Am Montag hat der Superstar aus Madeira - wo er sich selbst ein Ronaldo-Museum errichtete - auch den für ihn viel wichtigeren Titel als Weltfußballer 2013 geholt.

Fünf Jahre nach seinem ersten Titel als Weltfußballer ist Ronaldo wieder da, wo er sich selber ohnehin schon immer wähnte – auf dem Thron des besten Fußballers der Welt. 56 Treffer für Real Madrid und beeindruckende vier Tore für Portugal im WM-Play-off gegen Schweden waren Argument genug. Kein Titel mit den “Königlichen” aus Spaniens Hauptstadt 2013 fielen im Dreikampf mit Vierfachsieger Lionel Messi und Bayerns Titelabräumer Franck Ribery nicht ins Gewicht.

Pikiert hatte der 28-Jährige noch im Herbst 2013 auf eine ironisch-spöttischen Ronaldo-Parodie von Joseph Blatter reagiert und wieder einmal mit einem Gala-Boykott gedroht. Eine Entschuldigung des FIFA-Chefs und die realistische Aussicht auf den Gewinn des begehrten Goldenen Balls ließen ihn einlenken. Spanische Medien sahen schon dabei das Indiz dafür, dass die Wahl zugunsten des Real-Superstars entschieden war.

Das System Ronaldo ist auf dem Spielfeld imposant. Seine Dynamik lässt Gegner wie schlappe Aufblaspuppen aussehen. Abseits des Spielfeldes spaltet der in Funchal auf der Blumeninsel Madeira geborene Ronaldo die Fangemeinde. Den glühenden Verehrern steht ein Heer von Kritikern gegenüber, die ihm Eitelkeit und Show-Kalkül vorhalten, gefördert durch eine geschickte Marketingstrategie, die durch den Weltfußballertitel weitere Millionengewinne abwerfen wird.

Divenhaftes Verhalten ist belegt. Als Gareth Bale im Sommer für die kolportierte Weltrekordsumme von 100 Millionen Euro von Tottenham nach Madrid wechselte, gefiel es Ronaldo und dessen Clan nicht, dass der um 94 Mio. Euro 2009 von Manchester United geholte “CR7” seinen Status als teuerster Fußballer der Welt verlieren sollte. Schon 2012 war die Stimmung im Keller, als er bei der Wahl zu Europas Fußballer des Jahres wieder einmal verloren hatte, diesmal nicht einmal gegen Messi, sondern dessen Barca-Kollegen Andres Iniesta.

Lang und länger ist das Gesicht Ronaldos auf vielen Gala-Bildern der vergangenen Jahre. Als Ribery im August 2013 zu Europas Bestem gekürt wurde, reiste Ronaldo nicht nach Monaco an. Ein Testspiel in der spanischen Provinz war ihm wichtiger oder einfach nur fadenscheinige Begründung. Mit dem Goldenen Ball im Arm ist das breite Cristiano-Lächeln wieder da.

Steckbrief von Cristiano Ronaldo

CRISTIANO RONALDO (Portugal, 28 Jahre):

Voller Name: Cristiano Ronaldo dos Santos Aveiro

Geboren: 5. Februar 1985 in Funchal/Madeira (POR)

Familienstand: ledig, Sohn Cristiano junior (3 Jahre)

Größe: 1,85 m

Gewicht: 80 kg

Position: Flügelspieler, Stürmer

Aktueller Club: Real Madrid

Vormalige Vereine: CF Andorinha (1993-1995), Nacional Funchal (1995-1997), Sporting Lissabon (1997-2003/ab 2001 im A-Team), Manchester United (2003-2009)

Länderspiele: 109 Spiele (47 Tore)

Größte Erfolge:

* Weltfußballer des Jahres 2008 und 2013

* Europas Fußballer des Jahres 2008

* Vizeeuropameister 2004 mit Portugal

* WM-Vierter 2006 mit Portugal

* Champions-League-Sieger 2008 mit Manchester United

* Englischer Meister 2007, 2008, 2009 mit Manchester United

* Spanischer Meister 2012 mit Real

(APA/dpa)

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