Start-ups: Ende für Pioneers-Festival in Wien

2019 fand in Wien das letzte Pioneers-Festival statt.
2019 fand in Wien das letzte Pioneers-Festival statt. ©maria-harms
2019 fand in Wien das letzte Pioneers-Festival statt. Das Event findet laut Veranstalter-Eigentümer startup300 AG in dieser Form nicht mehr statt. Als Grund wurden die hohen Kosten angegeben.

Die seit neun Jahren stattfindende Start-up-Veranstaltung Pioneers-Festival wird eingestellt. Der börsennotierte Eigentümer startup300 AG, der den Veranstalter JFDI GmbH im Vorjahr übernommen hat, kündigte nun das Ende für dieses jährliche Parade-Event der Start-up-Szene in der Wiener Hofburg an.

"Wir werden das Flagship-Event so in dieser Form nicht mehr machen", sagte Michael Eisler, Vorstand der startup300 AG, in einem Interview mit dem Branchenportal "Brutkasten". Man werde daher auch die Mitarbeiter in diesem Bereich abbauen müssen. Der Grund für diese "sehr schwierige Entscheidung" liege im wirtschaftlichen Bereich: "Wir haben extrem hohe Kosten mit diesem Event".

500.000 Euro kosten pro Event

Eisler nennt auch einen konkreten Betrag: "Wir haben in diese Bühne Jahr für Jahr eine halbe Million Euro investiert - mit der traurigen Erkenntnis, dass so große Bühnen vielleicht nicht mehr zeitgemäß sind." Die Leute könnten auch Content auf Youtube konsumieren, große Veranstaltungen würden nicht mehr so wertgeschätzt wie früher.

Der Kauf der Pioneers-Gesellschaft JFDI im Vorjahr sei trotzdem kein Fehler gewesen, versichert Eisler. Pioneers sei eine erfolgreiche Marke. Man habe sich das Festival genau angeschaut, so der CEO, aber "es gibt keinen einfachen Fix", daher "lass mas amoi". Für die Zukunft überlege man sich nun andere Formen für Veranstaltungen, etwa Kooperationen mit bestehenden Events.

Kein zehnjähriges Jubiläum

2020 wäre das zehnte Jahr in Folge gewesen, in dem das Festival stattfindet. Im vergangenen Jahr nahmen 2.500 Besucher und 500 Start-ups in der Wiener Hofburg teil. Das Thema des letztens Pioneers Festivals lautete "Walk the Talks". Gesprochen wurde über Cyborgs, die Blockchain und künstliches Fleisch.

Über die Entscheidung hatten auch die Nachrichtenportale "Futurezone" und "Trending Topics" berichtet.

(APA/red)

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