Start für Corona-Impfungen an Wiener Volksschulen

Am Donnerstag starteten die ersten Corona-Impfungen an vier Wiener Pilot-Volksschulen.
Am Donnerstag starteten die ersten Corona-Impfungen an vier Wiener Pilot-Volksschulen. ©APA/HERBERT PFARRHOFER
In Wien bekamen Schüler am Donnerstag, eine Woche nach der Zulassung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer für Kinder ab fünf Jahren, an Pilot-Volksschulen eine Corona-Impfung.
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In der Ganztagsvolksschule (GTVS) Steinlechnergasse im Wien-Hietzing haben am Donnerstag 125 Schülerinnen und Schüler ihre erste Corona-Impfung erhalten. Den zweiten Stich bekommen sie am 23. Dezember 2021. "Am Wochenende zuvor fand ein Zoommeeting mit dem Elternverein, der Schulleitung und interessierten Eltern statt. Darüber hinaus standen drei Ärztinnen aus der Elternschaft für medizinische Fragen zur Verfügung", hieß es in einer Aussendung der Bildungsdirektion.

Die Schule ist eine von acht weiteren Wiener Schulen, an denen das Pilotprojekt der freiwilligen Impfaktion, welches von der Magistratsabteilung 15 - Schulärztlichen Dienst umgesetzt wird. "Mein Dank gilt all jenen, die selbst in dieser unsicheren Zeit Engagement und Eigeninitiative zeigen, um die Sicherheit und Gesundheit unserer Kinder zu gewährleisten. Durch beispielhafte Zusammenarbeit von Eltern, Schule und Stadt Wien konnte ein wichtiger Beitrag für uns alle geleistet werden", so Bildungsdirektor Heinrich Himmer.

Corona-Impfungen an Wiener Volksschulen gestartet

Voraussetzung für die Teilnahme an der Impfaktion ist eine Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten - Eltern wurden vorab über Angebot und die Termine der Impfung informiert und können auf Wunsch beim Stich auch dabei sein. Wie beim regulären Schulimpfprogramm der Stadt impfen die jeweiligen Schulärztinnen und Schulärzte, genutzt wird die jeweils vorhandene Infrastruktur am Standort - heute etwa der Turnsaal.

Zweiter Impftermin kurz nach den Weihnachtsferien an der Schule

Der Impfstoff wird vom Roten Kreuz angeliefert. Der zweite Termin findet knapp nach den Weihnachtsferien ebenfalls an der Schule statt. Durchgeführt wird er vom gleichen Team wie bei der Erstimpfung. In einem ersten Schritt finden die Impfungen zunächst an acht Schulstandorten in vier Bezirken statt. Nach einer Evaluierung soll die Aktion an den öffentlichen Volksschulen flächendeckend ausgerollt werden.

Der Impfstoff wird vom Roten Kreuz an die Volksschulen ausgeliefert

"Die Impfung ist der Weg aus der Pandemie. Um diese möglichst unkompliziert anbieten zu können, stellen wir gerne die Infrastruktur an den Schulen sowie die Schulärztinnen und Schulärzte zur Verfügung", so Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) in einer Aussendung. "Durch den Schutz der Impfung holen wir uns schulische Normalität zurück, ohne dauerndes Maskentragen und Testen in hoher Frequenz."

Hacker: In Wien haben bereits 17.800 Kinder eine erste Impfung

Der Wiener Vizebürgermeister und Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr (NEOS) verwies auf die guten Erfahrungen, die man am Beginn des Schuljahrs bereits mit den Schulimpfungen an weiterführenden Schulen gemacht habe. Laut Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) haben in Wien bereits 17.800 Kinder in der Altersgruppe der Fünf- bis Elfjährigen bereits eine Impfung erhalten.

Wiederkehr in Sachen Impfpflicht für eine zeitliche Befristung

Wiederkehr spricht sich zudem in Sachen allgemeiner Impfpflicht für eine klare zeitliche Befristung aus, wie er im Interview mit der "Presse" erläuterte. Die Pflicht dürfe nur so lange gelten wie sie ein gelinderes Mittel - im Vergleich zu einem Lockdown - darstelle. Dasselbe solle auch für 2G-Regelungen gelten, betonte er.

Schulen sollen nicht ins Distance Learning wechseln

Einmal mehr bekräftigte er in dem Interview, dass die Schulen nicht wieder ins Distance Learning wechseln sollen: "Offene Schulen können in einer Pandemie mit einem entsprechenden Sicherheitskonzept offen bleiben. Sie sind nicht nur für die psychische Gesundheit der Kinder wichtig: Die bisherigen Lockdowns haben massive Schäden beim Bildungsfortschritt hinterlassen." Er sei klar gegen einen "Schul-Lockdown". Allerdings, so fügte Wiederkehr hinzu, könne man weiterhin nicht ausschließen, dass bei lokalem, hohem Infektionsgeschehen einzelne Klassen und Schulstandorte vorübergehend ins Distance Learning wechseln.

aku/mac/wh

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