Starkes Erdbeben und Tsunami-Warnung für Fukushima

Starkes Erdbeben und Tsunami-Warnung für Fukushima (Japan).
Starkes Erdbeben und Tsunami-Warnung für Fukushima (Japan). ©APA/GEORG HOCHMUTH (Symbolbild)
Mindestens eine Person kam bei einem starken Erdbeben vor der japanischen Küste am späten Mittwochabend (Ortszeit) ums Leben. Für die Präfektur Fukushima gab es eine Tsunami-Warnung.

69 Menschen sind verletzt worden. Japans Meteorologische Behörde gab zudem eine Warnung vor einem Tsunami für die Präfekturen Fukushima und Miyagi aus. Ministerpräsident Fumio Kishida zufolge wurden aber keine Störungen an den Atomkraftwerken des Landes festgestellt - auch nicht in der Atomruine in Fukushima.

Erdbeben auch in Tokio spürbar

Das starke und lang anhaltende Beben war noch im 275 Kilometer entfernten Tokio zu spüren. In der Region der Präfektur Miyagi sei ein Hochgeschwindigkeitszug entgleist, berichtete der Sender NHK.

Ein Reporter berichtete, dass es in der japanischen Hauptstadt zu Stromausfällen kam. Der Sender NHK gab die Stärke des Erdstoßes zunächst mit 7,3 an. Die Behörden hätten für Teile der Küstenregion in der Präfektur Miyagi eine Evakuierung angeordnet, berichtete, in der Hafenstadt Ishinomaki im Nordosten des Landes sei ein 20 Zentimeter hoher Tsunami angekommen.

Medien: Stromausfälle in Fukushima

Die Wetterbehörde warnte vor einer bis zu einen Meter hohen Flutwelle. Auch in Fukushima kam es zu Stromausfällen, berichteten örtliche Medien. Die Regierung in Tokio richtete einen Notfallstab ein.

Japan erlebte bereits Super-Gau in AKW Fukushima Daiichi

Das schwere Beben im Nordosten weckte schlagartig Erinnerungen an die verheerende Katastrophe vor elf Jahren. Eine gigantische Flutwelle hatte sich an jenem 11. März 2011 an der Pazifikküste aufgebäumt und alles niedergewalzt: Städte, Dörfer und riesige Anbauflächen versanken in den Wasser- und Schlammmassen. Rund 20.000 Menschen riss die Flut damals in den Tod. In Fukushima kam es in der Folge im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi zu einem Super-GAU. Er wurde in aller Welt zum Sinnbild der "3/11" genannten Dreifach-Katastrophe - auch wenn keiner der Todesfälle auf die Strahlung zurückgeführt wird.

Der Betreiber Tepco prüfe, ob es durch das erneut starke Beben zu Unregelmäßigkeiten kam, hieß es. Japan ist eines der am stärksten von Erdbeben gefährdeten Länder der Welt.

(APA/Red)

  • VIENNA.AT
  • Chronik
  • Starkes Erdbeben und Tsunami-Warnung für Fukushima
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen