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Staraufgebot bei Preisverleihung

Die Verleihung der "Goldene Kamera" sorgte für internationalen Glanz im Berliner Konzerthaus. Für sein Lebenswerk überreichte Lilo Pulver Johannes Heesters die Auszeichnung.

Wo war Meg Ryan? Eigentlich sollte sich der Hollywood-Star auf der großen Gala im Berliner Konzerthaus am Dienstagabend die „Goldene Kamera“ abholen – Kategorie internationale Filmkarriere. Das jedenfalls hatte die Fernsehzeitschrift „Hörzu“ berichtet, ihres Zeichens Ausrichterin des Film- und Fernsehpreises. Noch nachmittags war Ryan in Berlin gesichtet worden. Am Abend jedoch warteten die Fans vergeblich.

Ryan kam einfach nicht, sondern flog lieber nach Tokio, um hier für ihren neuen Film „Kate & Leopold“ Werbung zu machen. „Wenn sie nicht kommt, gibt es auch keine Kamera“, erklärte Organisatorin Beate Wedekind mit trotziger Stimme nach der 37. Gala. Für „Ersatz“ hatte sie vorher noch schnell gesorgt. In der neu kreierten Sparte „Aktualität“ wurden Veronica Ferres und der am Down-Syndrom leidende Bobby Brederlow für ihre Leistungen im Fernsehfilm „Bobby“ ausgezeichnet. Als die beiden dann auf die Bühne traten und Ferres davon erzählte, dass ihr Filmpartner sie einst sogar heiraten wollte, war Ryan fast vergessen.

Zumal dann auch andere für den nötigen internationalen Glanz sorgten, wie zum Beispiel die Rock-Sängerin Anastacia. Sie bekam nicht nur eine Kamera und schmetterte hinterher ihren Hit „One day in your life“, sondern hätte mit ihrem nabelfreien und tief ausgeschnittenen Shirt wohl auch den Preis in der Sparte aufregendstes Kostüm gewonnen.

Ansonsten jedoch hielt sich die Spannung in Grenzen, da die meisten Preisträger schon vorher bekannt waren. Eine Überraschung gab es dann aber wie alle Jahre wieder zu bestaunen. Das war der Moment, in dem Hape Kerkeling auf die Bühne trat und eine Kamera über die rund 850 prominenten Gäste schwenkte – unter ihnen Mario Adorf, Maximilian Schell, Klaus Wowereit und Nina Ruge – , um die Gewinnerin der Lilli-Gedächtniskamera für die beste Nachwuchs-Schauspielerin zu finden. Dann endlich kam Annett Renneberg ins Bild.

Überrascht war die 23-Jährige über die Auszeichnung. Tränen der Rührung jedoch, wie von den Organisatoren im Vorfeld erhofft, vergoss sie nicht. Die stiegen dann aber Heike Makatsch in die Augen, als sie ihre Kamera in Empfang nahm. „Jetzt krieg ich nichts auf die Reihe und zittere“, sagte sie.

Den größten Applaus heimste jedoch ein anderer ein. Für sein Lebenswerk überreichte Lilo Pulver dem 98-jährigen Johannes Heesters die Auszeichnung. „Ich bin noch da“, rief er. Und kündigte dann an, nach seinem 100. Geburtstag auf der Couch in Thomas Gottschalks Show „Wetten dass…?“ Platz nehmen zu wollen.

Das wenigstens freute den Moderator sehr. Weniger glücklich schien Gottschalk über die Tatsache, als erster in die neu erfundene „Hörzu“-Ruhmeshalle aufgenommen zu werden. Das klinge so, als ob er jetzt aufhören solle. „Aber der Beruf macht mir immer mehr Spaß“, sagte Gottschalk. Dann zeichnete er seinen Kollegen und Late-Night-Talker Harald Schmidt in der Sparte Entertainment aus.

Auch die so bezeichneten Shooting-Stars wirkten routiniert. Dabei wussten sie angeblich nicht, dass sie bei der Leserwahl die Nase vorn hatten. Tagesthemen-Moderatorin Anne Will und ZDF-Journalist Steffen Seibert nahmen die Preise entgegen.

Auch Tom Tykwer und seine Freundin Franka Potente waren da. Lustlos überreichte das Pärchen Cate Blanchett für die beste internationale Schauspielerin die 600 Gramm schwere, vergoldete Statue. „Es ist ein Privileg, mit Tom zu arbeiten“, sagte Blanchett, während „Lola rennt“-Darstellerin Potente unbewegt nach vorn starrte. Die Australierin spielt die Hauptrolle in Tykwers neuem Film „Heaven“, der die Berlinale am (heutigen) Mittwoch eröffnen sollte.

Preise gab es dann noch für den Schauspieler Heino Ferch, die Journalistin Sandra Maischberger, den blinden Sänger Andrea Bocelli und Filmemacher Heinrich Breloer. Souverän führte Desiree Nosbusch durch die Schau.

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