Stadt Wien will Wohnbausanierung fördern

Wien will mit einem Förderpaket zur Wohnbausanierung die CO2-Emissionen senken und zugleich die Konjunktur unterstützen. Stadtreporter Video: Die Thewosan-Sanierung  

Gefördert wird die thermische Sanierung und in deren Zuge auch der Dachgeschoßausbau, wie Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (S) am Dienstag in einer Pressekonferenz betonte.

Eine entsprechende zwischen Bund und Ländern ausgehandelte 15a-Vereinbarung werde voraussichtlich im Laufe des Jahres 2009 in Kraft treten. Wien werde die Maßnahmen jedoch bereits mit dem 1. Jänner umsetzen und in puncto höhere Mindeststandards und Förderanreize noch über die beschlossenen Bestimmungen hinausgehen. Beispielsweise wurde die zulässige Förderhöchstgrenze bei einer Totalsanierung von 1.480 Euro pro Quadratmeter auf 1.660 Euro angehoben.

Die Förderung einer thermisch-energetischen Sanierung wird an die erreichte Reduktion des Heizwärmebedarfs gekoppelt. Aber auch Altbauten mit Ornamenten, bei denen aus diesem Grund die Zielwerte nicht erreicht werden können, will man mit einer “Delta-Förderung” unterstützen. Hierbei muss durch die Sanierung von einzelnen Bauteilen eine Einsparung des Heizwärmebedarfs von mindestens 30 Prozent erreicht werden, wobei die Förderung ebenso nach dem erreichten Zielwert gestaffelt wird.

Unterstützung gibt es von der Stadt auch für den Dachgeschoßausbau. Letztlich müsse bei einer hochwertigen thermischen Sanierung auch das Dach mit einbezogen werden, betonte Ludwig. Im Zuge dieser Maßnahmen mache es Sinn, das Dachgeschoß zu Wohnungen auszubauen oder durch Aufstockung weiteren Wohnraum zu gewinnen. Hier ist eine zusätzliche Anreizförderung vorgesehen, die sich an den Grundsätzen der Sockelsanierung orientieren soll.

Weiters werden beim Austausch alter Gas-Durchlauf-Wasserheizer ohne Abgasführung künftig 600 Euro gewährt. Für die Umstellung auf ein “innovatives klimarelevantes System” werden die Kosten mit bis zu 50 Prozent abgegolten, wobei eine Grenze von maximal 5.000 Euro eingezogen wurde.

Die Vorteile des Paketes seien neben der Reduktion von CO2-Emissionen auch die Senkung der Energiekosten für Mieter, zeigte sich Ludwig überzeugt. Insgesamt werde man mit den Maßnahmen ein Bauvolumen von jährlich 350 Mio. Euro auslösen und 700 neue Arbeitsplätze schaffen.


 

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