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Stadt-Wien-Mitarbeiter soll Daten von rund 40.000 Zuwanderern weitergegeben haben

Die WKStA ermittelt gegen zwei Beschuldigte.
Die WKStA ermittelt gegen zwei Beschuldigte. ©pixabay.com (Sujet)
Ein Mitarbeiter der Stadt Wien soll 2013 Daten von rund 40.000 Zuwanderern an einen Journalisten weitergegeben haben. Die WKStA ermittelt.

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) führt derzeit Ermittlungen, weil ein - mittlerweile pensionierter - Mitarbeiter der Stadt Wien im Jahr 2013 eine Liste mit Daten von rund 40.000 Zuwanderern an einen Journalisten weitergegeben haben soll, wie das Nachrichtenmagazin "Profil" in einer Vorab-Meldung berichtete. Eine WKStA-Sprecherin bestätigte das Ermittlungsverfahren.

Verdacht auf Amtsdelikt: Justiz ermittelt gegen zwei Beschuldigte

Dem Bericht zufolge ermittelt die Justiz gegen zwei Beschuldigte wegen des Verdachts auf ein Amtsdelikt. Bei einem der Beschuldigten handelt es sich um einen pensionierten Journalisten. Dieser behauptete bei seiner Einvernahme, sich im Rahmen einer - für sich selbst durchgeführten - Recherche an die Stadt gewandt und vom Mitarbeiter des städtischen Pressediensts unaufgefordert eine Liste mit Namen, Adressen und Staatsangehörigkeit von rund 40.000 Zuwanderern erhalten zu haben.

In Bezug auf seine guten Kontakte zum Magistrat soll er laut "Profil" gesagt haben: "Es ist einfach eine 'sozialdemokratische Partie' und ich bekenne mich auch seit eh und je zur Sozialdemokratie." Der (nunmehr einstige) Stadt-Mitarbeiter wollte im Ermittlungsverfahren keine Angaben machen. Die ursprünglich für den Versand einer Zeitschrift der Stadt Wien erstellte Liste soll die Daten der Zuwanderer der fünf vorangegangenen Jahre enthalten.

Journalist soll Liste weitergegeben haben

Aufgeflogen ist die Sache im Zuge von Ermittlungen rund um eine Deutsche, die österreichische Beamte bestochen haben soll. In dieser Causa wird gegen sie allerdings nicht ermittelt. Dem Bericht zufolge wurde die Liste bei ihr gefunden - weitergeleitet von dem ehemaligen Journalisten. Der Mann soll dafür 500 Euro in bar erhalten haben.

(APA/Red)

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