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Stadt Wien: Ausbildung von Arbeitssuchenden nach Firmen-Bedarf

Steigerung von gut 1.000 auf 1.300 Plätze - Größter Bedarf im Gesundheits- und Pflegebereich.
Steigerung von gut 1.000 auf 1.300 Plätze - Größter Bedarf im Gesundheits- und Pflegebereich. ©BilderBox
Dem laut Vizebürgermeisterin Renate Brauner (SPÖ) "Wiener Phänomen" von steigender Arbeitslosigkeit bei einem Höchststand von Arbeitsplätzen will die Stadt Wien nun mit mehr konkreten Ausbildungsförderungen nach den Anforderungen der Unternehmen entgegenwirken. Aktuell suchen Unternehmen Arbeitskräfte, doch auf dem Arbeitsmarkt stehen keine Menschen mit passenden Qualifikationen zur Verfügung.

Bereits 2013 hat man mit Ausbildungen nach Anforderungen der Unternehmen über 1.000 Arbeitssuchende vermittelt, erklärte der Geschäftsführer des Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (WAFF), Fritz Meißl, am Rande einer Pressekonferenz am Dienstag, gegenüber der APA. Investiert habe man in dieses Fördermodell rund 1,3 Mio. Euro. Heuer will man noch aufstocken: 1.300 Plätze stehen zur Verfügung, die Investitionssumme steigt auf 1,6 Mio. Euro.

WAFF plant bereits für 2015

“Wir gehen fest davon aus, dass es diese Initiative auch 2015 geben wird”, so WAFF-Geschäftsführer Meißl. Auch Brauner wünscht sich eine Ausweitung vor allem in Richtung Privatwirtschaft. “Das Angebot steht nicht nur für große Unternehmen, sondern auch für Klein- und Mittelunternehmen zur Verfügung”, meinte die Vizebürgermeisterin. Konkret übernimmt der WAFF die Personalsuche und -vorauswahl für Unternehmen, die sich an ihn wenden, und fördert dann die Ausbildungskosten der Interessenten. Das AMS finanziert die Lebenserhaltungskosten der Bewerber während der Ausbildung.

Bedarf im Gesundheits- und Pflegebereich

“Damit bieten wie Arbeitssuchenden nicht nur die Möglichkeit einer Ausbildung, sondern sie wissen auch ganz konkret, in welchem Job sie nachher arbeiten werden. Die Unternehmen bekommen handverlesene Arbeitskräfte”, meinte die Vizebürgermeisterin. Besonders großer Bedarf besteht 2014 im Gesundheits- und Pflegebereich: Rund 900 Menschen werden hier u.a. als Pflegehelfer oder Diplomkrankenpfleger gesucht. Offene Stellen gibt es aber etwa auch bei den Wiener Linien, wo 90 Straßenbahn-, U-Bahn- und Busfahrer sowie Stationsaufsichten gesucht werden. Rund 300 weitere Jobs sind in der Tourismusbranche offen.

(APA/Red)

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