Staatsopernmuseum eröffnet

Staatsoper &copy APA
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Am 50. Jahrestag der Wiedereröffnung der Wiener Staatsoper ist am heutigen Samstag vor dem großen Festkonzert das neue Staatsopernmuseum im Hanuschhof seiner Bestimmung übergeben worden.

Nachdem Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) das Eröffnungsband durchschnitten hatte, wurden die Ausstellungsräumlichkeiten vom Publikum buchstäblich gestürmt. Für die Gestaltung sorgte Bühnenbildner Hans Hoffer, für Konzept und Exponate zeichnet Staatsopern-Chefdramaturg Peter Blaha unter Mithilfe von Theatermuseum-Direktor Thomas Trabitsch verantwortlich.

Auftakt zu den Gedenkfeierlichkeiten

Die Eröffnungszeremonie bildete am frühen Abend den Auftakt zu den Gedenkfeierlichkeiten, die mit einem großen Festkonzert ab 19 Uhr ihren Höhepunkt finden. Staatsoperndirektor Ioan Holender zeigte sich glücklich, dass alle Mitwirkenden auch rechtzeitig eingetroffen waren, weniger erfreut zeigte er sich über das regnerische Wetter, das die Stimmung bei der Live-Übertragung des Konzerts auf den Platz vor der Oper beeinträchtigen könnte. Vor 50 Jahren war die Wiedereröffnungspremiere des renovierten Hauses ein auch auf den Plätzen und Straßen rundum gefeiertes Volksfest gewesen.

Das neue Museum in den früheren Räumen der Bundestheaterkassen sei „wirklich eine Erfüllung“ betonte der Staatsoperndirektor und würdigte Blaha als den „wirklichen Helden dieses Abends“, der durch unermüdliche Archivarbeit die Realisierung seines alten Wunschtraumes vorangetrieben habe. „Was früher nur Marcel Prawy in seinen Plastiksackerln hatte, ist hier für alle abrufbar“, hob Schüssel besonders die von Siemens Österreich gesponserten Info-Säulen hervor, auf denen sämtliche Besetzungen seit der Wiedereröffnung gespeichert sind.

“Kultur hat Konjunktur”

Als Siemens-Generaldirektor Albert Hochleitner dies in einem Versprecher als erweiterte „Möglichkeit des Zugangs zur Hochkonjunktur“ hervorhob, kommentierte der Bundeskanzler: „Kultur hat Konjunktur – daher war das kein Versprecher, sondern ist das genau das Thema!“

Die erste Ausstellung des Museums dokumentiert die Staatsopernjahre von 1955 bis 2005 und widmet diesen 50 Jahren jeweils einen Meter Ausstellungsfläche, wie Hoffer erläuterte. Fotos (darunter eine „Ikonenwand“ von Publikumslieblingen), Dokumente (wie die verschollen geglaubten Mailänder Verträge zwischen Karajan und der Scala), Modelle, Requisiten und Kostüme lassen ein halbes Jahrhundert Operngeschichte lebendig werden.

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