St. Pölten fegt Austria Lustenau zum Kehraus am Voith-Platz mit 3:1 weg

In zwei völlig unterschiedlichen Hälfte gewann der SKN St. Pölten sein letztes Heimspiel am Voith-Platz gegen Austria Lustenau mit 3:1. Zur Pause waren die Vorarlberger zu Recht mit 1:0 in Front, danach gaben sie das Spiel aber völlig aus der Hand.

Zum Kehraus am St. Pöltner Voith-Platz – nächste Saison übersiedeln die Niederösterreicher in die 8.000 Zuseher fassende NV Arena – fanden sich gleich 3.650 Zuseher zur Partie SKN St. Pölten gegen Austria Lustenau ein. Wohl nicht zuletzt wegen des gesenkten Eintrittspreises von fünf Euro und des verlockenden Bierpreises von 1,5 Euro pro Krügerl und wegen des Vorspiels der „Voith-Platz-Legenden“ gegen die „Bezirksauswahl“. Da gewannen die von Karl Daxbacher und Antonin Panenka gecoachten Granden gegen die von Otto Hauptmann betreuten Bezirkler mit 5:2.Den jungen Spielern des SKN war das offenbar zuviel Brimborium, denn sie begannen gegen die Lustenauer wie gelähmt. In der zweiten Minute klopfte Harald Dürr schon mit einem Stangenschuss am SKN-Tor an, und Speerspitze Pierre Boya vergab den Nachschuss. In der vierten Minute brachte dann Thiago Silva nach einer schönen Standardsituation die Lustenauer per Kopf in Front, nachdem  Boya die Boller-Freistoßflanke schön, ebenfalls per Kopf, weitergeleitet hatte. Nach ein paar weiteren Halbchancen gab es in der 20. Minute schließlich Elferalarm im St. Pöltner Strafraum, nachdem Boller zu Boden gegangen war. Schiedsrichter Christopher Jäger gab ihm aber Gelb für eine vermeintliche Schwalbe. Folglich erfing sich St. Pölten ein wenig und trug über die Flanken auch ein paar Angriffe vor. Die größte Chance vor der Pause hatten jedoch abermals die Lustenau, als Dursun Karatay alleine vor Torhüter Christoph Riegler auftauchte, den Schuss aber knapp am langen Eck vorbei setzte.

Nach der Pause bot sich jedoch sofort ein anderes Bild. Abgesehen von einer guten Chance durch Boya nach einem Fehler von St. Pöltens Innenverteidiger Bernhard Kotynski präsentierte sich der SKN plötzlich feldüberlegen, verfing sich aber immer wieder in der Lustenauer Viererkette. Bis Michael Ambichl sich ein Herz fasste, mit einem Schuss von Strafraumgrenze Keeper Alexander Kofler bezwang und auf 1:1 stellte. Danach hatten die St. Pöltner ihre Nervosität endgültig abgelegt und stellten nach einer schönen Kombination gleich auf 2:1, als der bis dahin völlig abgemeldete Daniel Lucas Segovia einen Stanglpass des aufgerückten Stephan Zwierschitz in die Maschen drückte.  Und keine zehn Minuten später erhöhten die nun völlig befreit aufspielenden St. Pöltner auf 3:1. Ähnlich wie beim 2:1 drückte erneut Segovia einen Stanglpass – diesmal von Peter Brandl – über die Linie. Damit war das Spiel gelaufen. Knapp vor Schluss gab es nach einem Foul von Ambichl an Lustenaus Boya noch eine Rangelei und Boya und St. Pöltens Kapitän Jochen Fallmann sahen Rot wegen Tätlichkeit. Was für ein Abgang für Fallmann in seinem letzten Spiel für den SKN.

 

Erste Liga (36. Runde):

SKN St. Pölten – Austria Lustenau 3:1 (0:1)

St. Pölten, Voith-Platz, 3.650 SR: Christopher Jäger

 

Torfolge: 0:1 Thiago Silva (4. Kopf), 1:1 Ambichl (57.), 2:1 Segovia (61.), 3:1 Segovia (70.)

 

SKN St. Pölten: Riegler – Zwierschitz, Kotynski (67. Speiser), Rödl, Peinspipp – Ambichl, Brandl (76. Keusch), Fallmann, Gruberbauer – Schibany (46. Fröschl), Segovia

 

Austria Lustenau: Kofler – Tipuric, Stückler, Kampel, Teodoro Soares (62. Miesenböck) – Dürr, Zwischenbrugger – Boller, Karatay (46. Krajic), Thiago Silva (76. Honeck)  – Boya

 

Gelbe Karten: Ambichl  (82. Foul) bzw. Boller (20. Unsportlichkeit), Stückler (41. Foul), Karatay (45. Unsportlichkeit)

 

Rote Karten: Fallmann (St. Pölten, 82. Tätlichkeit) bzw. Boya (Lustenau, 82. Tätlichkeit)

 

Die Besten:  Rödl, Ambichl, Segovia bzw. Boller

 

 

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