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Spuren - Trailer und Kritik zum Film

Robyn Davidson marschierte in den 70er Jahren über 3.200 Kilometer mit vier Kamelen und einem Hund durch die australische Wüste. Alle Spielzeiten auf einen Blick

Regisseur John Curran hat die ungewöhnliche Reise der Australierin vor atemberaubender Kulisse als intime, stimmige Selbstfindungserfahrung verfilmt – mit der großartigen Mia Wasikowska als ebenso verletzliche wie entschlossene junge Frau. Ab Freitag im Kino.

Spuren: Die Geschichte

In der Gesellschaft noch nicht so recht ihren Platz gefunden und von dem Lebensmodellen ihrer Altersgenossen irritiert hat Robyn (Wasikowska) einen Traum: Aus dem Herzen Australiens will sie nur von Kamelen und ihrem Hund begleitet durch die Wüste bis zum Indischen Ozean marschieren. Zwei Jahre braucht sie, um das Geld für die Tiere zusammenzubekommen und sich auf Kamelfarmen das nötige Wissen anzueignen. Alle erklären sie für verrückt. Doch Robyn, diese ruhige junge Frau, lässt sich nicht beirren und von all den Rückschlägen entmutigen.

Am Anfang ihres Trips folgen ihr Freunde, die das Ganze als lustige Hippie-Idee betrachten, ihre Joints und ihre Kassettenrekorder mitbringen und damit Robyn verstören und verärgern. Unter ihnen ist auch der Fotograf Rick Smolan (Adam Driver), der sie überredet, während des Trips ihre Erlebnisse aufzuschreiben und sie ab und zu treffen zu dürfen – um sie für das Magazin “National Geographic” zu fotografieren.

Spuren: Die Kritik

Es sind aus heutiger Sicht unglaubliche Strapazen und ein absolut irrwitziges wie gefährliches Unterfangen. Doch die faszinierende Hauptfigur und ihre großartige Darstellerin lassen den Trip nach wahren Begebenheiten ganz natürlich, selbstverständlich wirken. Auf die Frage, warum sie das macht, erwidert Robyn einmal: “Warum nicht?”. Und tatsächlich kommt man ihrer Intention nicht wirklich auf die Spur. Vielleicht will sie einfach die Freiheit spüren, die Einsamkeit erleben.

Überhaupt entwickelt Regisseur Curran seine Figur ganz sanft, ohne plakativ irgendwelche Eigenschaften darzustellen. Trotz der Intimität, schließlich ist der Zuschauer über weite Strecken mit Robyn, den vier Kamelen, ihrem Hund und der australischen Wüste allein, bleibt sie unnahbar. Selbst in Szenen der größten Enttäuschungen, der tiefsten Trauer und Einsamkeit.

Allein der Anblick des sonnenverbrannten Rückens, der aufgeplatzten Lippen, des Staubs und den großen und kleinen Wunden schmerzt den Zuschauer, doch Robyn scheint dies alles kaum zu empfinden. Zugleich spürt der Zuschauer mit ihr, als sie sich nach Tagen, vielleicht sind es auch Wochen oder Monate, in einem Wasserreservoir waschen kann, die Frische am ganzen Körper ausgelassen genießt.

Spuren” ist ein sinnlicher, ein kontemplativer Film, der natürlich auch mit seinen großartigen Landschaften besticht, die Kamerafrau Mandy Walker ganz ohne stilisierendes Beiwerk einfängt – so wie Curran die Geschichte und die Figur wie selbstverständlich entfalten lässt. Ein wunderschöner, ein bildgewaltiger und zum Teil schmerzhafter Film.

(APA)

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