Spongebob Schwammkopf 3D - Kritik und Trailer zum Film

Die Welt von Spongebob Schwammkopf ist absurd: Der viereckige Schwamm arbeitet in einem Burgerladen auf dem Grund des Pazifiks. Doch in seinem zweiten Kinoabenteuer - dem ersten in 3D - muss er das Meer verlassen. Das Geheimrezept für die geliebten Krabbenburger ist verschwunden, in Spongebobs Heimat Bikini Bottom herrscht Chaos.

Er ist ein Schwamm, quietschgelb und viereckig, und er brät den lieben langen Tag Krabbenburger. Unter Wasser, in einem Fast-Food-Laden auf dem Meeresboden. Sein bester Freund: der einfältige Seestern Patrick. Sein Boss: die geldgierige Krabbe Mr. Krabs. Hört sich schräg an? Ist es auch. Und zwar so schräg, dass die TV-Serie “Spongebob Schwammkopf” mittlerweile im 16. Jahr ihre Fans begeistert.

Kurzinhalt zum Film

Für den gutmütigen Schwamm steht diesmal nicht weniger auf dem Spiel als die Rettung der Welt. Na ja, seiner Welt. Um genau zu sein: Die Rettung von Bikini Bottom, der Unterwasserstadt auf dem Grund des Pazifiks, die Spongebob, Patrick und die anderen ihre Heimat nennen. Denn dort herrschen Chaos und Anarchie. Warum? Das Geheimrezept der von allen geliebten Krabbenburger ist verschwunden, es gibt schlicht keine Hackfrikadellen mehr. Das Gemeinwesen droht zu zerbrechen.

Selbst Serienbösewicht Plankton ist diesmal unschuldig, fast. Natürlich wollte er das Rezept wieder einmal für sein Pleiterestaurant “Abfalleimer” stehlen, doch plötzlich löste es sich in Luft auf. Es gibt nur eine Lösung: Spongebob, seine Freunde und der ungeliebte Plankton müssen gemeinsam losziehen, um das Geheimrezept zurückzubekommen. Doch dazu müssen sie gegen den Möchtegern-Seeräuber Burger Beard kämpfen. Der will mit seinem Piratenschiff-Imbisswagen und dem Spezialrezept eine Burgerdynastie errichten – an Land und fernab von Bikini Bottom.

Kritik zu “Spongebob Schwammkopf 3D”

“Spongebob Schwammkopf 3D” überzeugt mit schönen 3D-Animationen. Freche Möwen und hintersinniger Witz am Anfang; Spongebob, Patrick & Co. als Superhelden-Gummifiguren am Ende. Die Bikini-Bottom-Bewohner werden an Land real. Doch unter Wasser herrscht die bekannte billig wirkende 2D-Optik aus dem Fernsehen. Ein Minuspunkt bei verwöhnten Cineasten, ein Pluspunkt bei Spongebob-Fans.

Ob Fan oder nicht: Spaß macht die völlig überdrehte Story – für den, der sich ein kindliches Gemüt bewahrt hat. Warum lebt da eigentlich ein Eichhörnchen in einer Sauerstoffkuppel auf dem Meeresboden? Ach, egal. Wie sieht es eigentlich im Hirn eines Schwamms aus? Ach, interessant. Und wieso, bitteschön, wacht ein Delfin über den Zusammenhalt des Universum? Ach, Douglas Adams wird es wohl wissen.

Knallbunte, quietschig-schrille Momente im Wechsel mit düster-zynischen und absurd-komischen Phasen. Dreijährige können genauso wie 30-Jährige über den Film lachen. Die Fast-Apokalypse in Bikini Bottom wegen der großen Burgerkrise aber ist mehr als ein Zeichentrickspaß. Unterstellt man Regisseur Paul Tibbitt, seit 1999 bei der Nickelodeon-Serie dabei, Anspruch und Gesellschaftskritik, so hat er hier ein Thema von Brecht’scher Größe aufgerissen: Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.

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(APA)

 

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