Spitalsruhe für wieder aufgetauchte 15-Jährige

Kein Nervenzusammenbruch, nicht im Tiefschlaf
Kein Nervenzusammenbruch, nicht im Tiefschlaf ©APA (Webpic)
Die am Freitag nach rund eineinhalb Jahren Abgängigkeit wieder gefundene 15-jährige Wienerin ist noch am gleichen Tag in das AKH Wien eingeliefert und stationär aufgenommen worden. "Sie ist erschöpft und müde, von den Ereignissen um ihre Person mitgenommen", sagte Herta Staffa, Sprecherin der Magistratsabteilung Elf, Amt für Jugend und Familie, im Gespräch mit der APA.

Sie dementierte Medienberichte, wonach die Jugendliche einen Nervenzusammenbruch erlitten hatte und in künstlichen Tiefschlaf versetzt worden sei. “Sie ist schlicht und ergreifend erschöpft. Aber es ist offenbar nicht so, dass man sich spezielle Sorgen machen muss”, versuchte die Sprecherin den offensichtlichen Zustand des Mädchens zu beschreiben. “Sie zieht sich zurück, sie will ihre Ruhe haben. Die bekommt sie.” Langsam will man im Spital versuchen, einen Zugang zum Mädchen zu finden und ein Vertrauensverhältnis zu ihm aufzubauen, um dann gemeinsam überlegen zu können, wie es weitergehen soll.

Bisher hatte die 15-Jährige – in Absprache mit ihren Eltern – auch keinen Kontakt mit ihrer Familie, das soll zumindest auch am Sonntag nicht mehr geschehen. Am Montag ist geplant, dass sich alle Zuständigen an einen Tisch setzen und austauschen. Man werde nun versuchen, sich “von Tag zu Tag ein Stück weiterzuhanteln”, meinte Staffa.

Der 38-jährige Onkel wurde nach Abschluss seiner Befragungen Samstagabend in die Justizanstalt Josefstadt eingeliefert. Die Einvernahmen hatten keine weiteren Neuigkeiten gebracht: “Er ist geständig, spricht von einer Liebesbeziehung”, so Oberstleutnant Gerhard Winkler, Leiter der Außenstelle Süd des Landeskriminalamts, am Sonntag gegenüber der APA. Ob auch das Mädchen noch einmal von der Polizei befragt werden soll, war vorerst nicht bekannt.

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