Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Spielsucht: Immer häufiger Raub-Motiv

©AP
Spielsucht ist laut Polizei ein "großes Thema" bei Serien-Überfällen und kleinen Einbrüchen. Dabei kommen die Verdächtigen aus verschiedenen sozialen Bereichen und Altersklassen.

Bereits 2008 zog sich die Beschaffung von Glücksspielkapital wie ein roter Faden durch Serien-Raubdelikte. An dieser Situation habe sich nichts geändert oder verbessert, erklärte Christof Hetzmannseder, Leiter der kriminalpolizeilichen Abteilung in Wien, am Dienstag. “Spielsucht und Suchtmittel-Begleitkriminaliät sind nach wie vor ein großes Thema bei unserer Motivsuche.”

“Die Täter häufen Schulden an, um wieder Spielen zu können, werden sie kriminell”, so Hetzmannseder. “Der Raub ist sicher ein wichtiges Delikt bei den Betroffenen.” Klassisch seien Serienüberfälle, zum Beispiel in Trafiken. Auch durch Einbrüche in kleine Geschäfte oder durch das Aufbrechen von Kassen und Automaten würden Spielsüchtige versuchen an Kapital zu gelangen.

Gesamtgesellschaftliches Problem

Die Verdächtigen stammen laut Polizei aus verschiedenen sozialen Bereichen und Altersklassen. “Das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem”, so Hetzmannseder über die Schwierigkeit der Bekämpfung der Spielsucht-bedingten Kriminalität. Einige einschlägige Lokale behalten den Zutritt auf freiwilliger Basis mittels Identitätskarten im Auge, um so Sucht vorzubeugen. Diesen Schritt hält der Kriminalist grundsätzlich für sinnvoll: “Dort, wo ich weniger Gelegenheiten für Spielsucht schaffe, wird es weniger Kriminalität geben”, meinte er. “Ich halte es zumindest für einen interessanten Ansatz.”

In Wien sorgte zuletzt der Fall eines Zwölfjährigen für Aufsehen: Er raubte in der Donaustadt gemeinsam mit älteren Jugendlichen jüngere Kinder aus. Ihm wurden nach der Festnahme im Februar fünf Überfälle nachgewiesen, mit denen er sich Spiele an Automaten finanzierte. Weitere Vorfälle: Am elften Februar überfielen vier spielsüchtige und verschuldete Männer ein Casino in der Leopoldstadt.

2008 stellte sich Spielsucht bei der Aufklärung der drei wichtigsten Serien-Banküberfälle als wesentliches Tatmotiv heraus. Ein seit sieben Jahren abhängiger Tscheche wurde festgenommen, nachdem er 13 Geldinstitute in Wien und Niederösterreich überfallen hatte. Er verspielte die Beute – mehrere 100.000 Euro – sofort in Casinos. Weiters verhaftete die Polizei einen Deutschen und einen Niederländer, die je drei Banken ausgeraubt hatten. Ersterer verspielte laut Polizei seit 1990 mehrere Millionen Euro.

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Spielsucht: Immer häufiger Raub-Motiv
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen