Spendenaufruf nach Katastrophe

Nach der Explosionskatastrophe in der nigerianischen Millionenmetropole Lagos hat Präsident Olusegun Obasanjo seine Landsleute zu Spenden für die Opfer aufgerufen.

Mehr als 600 Menschen, unter ihnen vor allem Kinder und Jugendliche, seien in dem „nationalen Desaster ums Leben gekommen“, erklärte Obasanjo am Montagabend in einer Rundfunkansprache. Der Präsident bekräftigte sein Versprechen, es werde eine vollständige Aufklärung des Unglücks geben.

Obasanjo kündigte zudem an, in den Kirchen und Moscheen des Landes Gebete abhalten zu lassen. Die meisten der Opfer waren nach der Explosion eines Waffenlagers ertrunken, als sie sich aus Panik in einen Kanal retten wollten. Zahlreiche Detonationen hatten am Sonntagabend Lagos erschüttert, als das Munitionsdepot der Kaserne im Bezirk Ikeja in die Luft flog. Ursache für die Katastrophe war nach offiziellen Angaben ein Feuer in der Kaserne, das auf ein Waffendepot übergriff und Dutzende Explosionen auslöste.

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