Spenden für Häftlingsarbeit: Runden drehen aus Solidarität

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Dass Häftlinge in der Wiener Justizanstalt Josefstadt ihre Runden im Gefängnishof drehen, ist Alltag. Am 11. Oktober wird in Wien aber auch außerhalb der Häfn-Mauern gelaufen.

Die evangelische Stadt-Diakonie lädt dann zu einer Solidaritätsveranstaltung ein. Rund um die evangelische Pfarrgemeinde in Floridsdorf werden Läufer so lange wie möglich im Kreis rennen. Jeder errungene Kilometer – es muss pro Runde bezahlt werden – bedeutet Spendengeld, das für die evangelische Angehörigenarbeit verwendet wird. “Angehörige von Gefangenen brauchen psychosoziale und oft auch finanzielle Unterstützung. Sie werden praktisch mitbestraft und müssen von heute auf morgen ohne den ihnen nahe stehenden Menschen zurecht kommen”, sagte Claudia Röthy, Geschäftsführerin der Stadt-Diakonie Wien, am Mittwoch in einer Aussendung.

Darum sei 2008 mit der speziellen Betreuung von Angehörigen in der Justizanstalt Josefstadt begonnen worden. Diese werde bisher sehr gut angenommen. “Der Erlös aus dem Gefängnislauf hilft uns, diese Arbeit zu finanzieren”, so Röthy.

Auch Pfarrer Matthias Geist von der evangelischen Gefängnisseelsorge in Wien betonte: “Beim Strafvollzug fällt auf, dass die Angehörigen von Gefangenen völlig vernachlässigt werden, obwohl sie den wichtigsten Teil für deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft leisten.”

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