Spekulationen über mögliche Schönheitsoperation

Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat aus Gesundheitsgründen ein Treffen mit dem maltesischen Präsidenten Guido de Marco abgesagt.

Das verlautete am Mittwoch aus de Marcos Umfeld. Berlusconis Büro verwies auf die Web-Seite der Regierung, wo es hieß, de Marco werde in Rom mit dem stellvertretenden Regierungschef Gianfranco Fini zusammentreffen. Das Nachrichtenmagazin „L’Espresso” berichtete, Berlusconi habe sich einer größeren Schönheitsoperation an Gesicht und Hals unterzogen.

Aus de Marcos Delegationskreisen hieß es, der Präsident habe am Mittwoch zu einem Arbeitsessen mit Berlusconi zusammentreffen wollen. Die italienische Regierung habe das Treffen jedoch am Montag mit der Begründung abgesagt, der Regierungschef leide an einer „leichten Erkrankung”. De Marco hält sich zu einem offiziellen Besuch in Italien auf, wo er unter anderem mit seinem Kollegen Carlo Azeglio Ciampi und anderen ranghohen Politikern zusammentreffen will.

Berlusconi ist in den vergangenen Wochen nur selten in der Öffentlichkeit gesehen worden. In Medienberichten wurde mehrfach über eine mögliche Krankheit spekuliert. Berlusconis Berater wiesen dies jedoch zurück und erklärten, der Ministerpräsident habe sich außerhalb von Rom aufgehalten, weil er keine offiziellen Termine gehabt habe. Außerdem wolle sich der 67-Jährige von den Strapazen der sechsmonatigen EU-Ratspräsidentschaft Italiens erholen, die zum Jahreswechsel zu Ende ging.

Berlusconis jüngster öffentlicher Auftritt war eine Pressekonferenz am 20. Dezember. Er verließ Rom drei Tage später und kehrte lediglich in der vergangenen Woche für zwei Besprechungen in die Hauptstadt zurück. Ansonsten hielt er sich überwiegend in seiner Villa in Porto Rotondo auf Sardinien auf.

In der vergangenen Woche hatte zuerst die Tageszeitung „La Stampa” unter Berufung auf einen Arzt Berlusconis berichtet, der Regierungschef habe sich einer plastischen Operation an den Augen unterzogen. Der Arzt Umberto Scapagnini wies den Bericht jedoch am Dienstag laut einer Meldung der Nachrichtenagentur ANSA zurück und sagte: „Es geht ihm (Berlusconi) gut, besser denn je.”

„L’Espresso” berichtete, Berlusconi habe sich Gesicht und Hals liften lassen. Ein kalifornischer Chirurg habe den Eingriff Ende Dezember in einer Schweizer Klinik vorgenommen. Die Genesung des Ministerpräsidenten verzögere sich, da er noch an einer Schwellung am Auge leide, hieß es weiter. Berlusconis Büro wollte zu dem Bericht nicht Stellung nehmen.

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