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Spannungen zwischen USA und Russland

Zwischen den Vereinigten Staaten und Russland hat sich wegen unterschiedlicher Auffassungen zum Wahlausgang in der Ukraine ein ungewöhnlich harter diplomatischer Schlagabtausch ereignet.

Moskau warf Washington am Dienstag Einmischung in die inneren Angelegenheiten von zwei Staaten vor, nachdem die amerikanische Regierung sich erkundigt haben soll, warum Präsident Wladimir Putin bereits dem Regierungskandidaten Viktor Janukowitsch zum angeblichen Sieg gratuliert habe.

Ein ranghoher Beamter des russischen Außenministeriums veröffentlichte ohne seinen Namen zu nennen eine Erklärung, derzufolge die für Europa zuständige stellvertretende US-Außenministerin Elizabeth Jones den Moskauer Botschafter in Washington zu sich bestellt habe, um Missbilligung über Putins Gratulation auszudrücken. „Wenn das wirklich stattgefunden hat, würde das eine beispiellose Einmischung in die Beziehungen zweier Länder bedeuten“, schrieb der russische Außenamtsbeamte. Unklar war, warum das Außenministerium nicht wissen sollte, ob das Treffen stattgefunden hat oder nicht.

In Washington bestätigte Außenamtssprecher Adam Ereli, dass Jones den ukrainischen Botschafter Michailo Resnik empfangen habe. Der US-Botschafter in Kiew, John Herbst, habe Gespräche mit Janukowitschs Büro und dem ukrainischen Außenministerium geführt. Er bestätigte nicht, ob Jones mit dem russischen Botschafter Juri Uschakow zusammengetroffen sei.

Putin erklärte unterdessen in Lissabon, er habe Janukowitsch auf Grundlage von Wählernachfragen gratuliert. Das andere Wählernachfragen den Oppositionskandidaten Viktor Juschtschenko vorne sahen, erwähnte er nicht. Das russische Außenministerium warf der EU vor, mit einer Parteinahme für Juschtschenko die „Opposition offen zur illegalen Anwendung von Gewalt zu drängen“. EU und USA ermutigten „radikalen Oppositionskräfte in der Ukraine“.

Eine Sprecherin des Weißen Hauses, Claire Buchan, sagte dagegen, die USA seien über „umfangreiche und glaubwürdige Anzeichen für begangenen Betrug in der ukrainischen Präsidentenwahl zutiefst besorgt“. Man unterstütze entschieden die Überprüfung des Abstimmungsverlaufs und appelliere an die ukrainische Regierung, kein Ergebnis amtlich zu bestätigen, bevor Ermittlungen über organisierten Betrug abgeschlossen seien.

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