Spaniens Sozialisten in der Krise

Tomas Gomez (l.) ist in einen Finanzskandal verwickelt
Tomas Gomez (l.) ist in einen Finanzskandal verwickelt
Gut drei Monate vor den Regional- und Kommunalwahlen in Spanien stecken die Sozialisten (PSOE) in einer schweren Krise. Die Parteiführung setzte am Mittwoch den PSOE-Chef in der Region Madrid, Tomas Gomez, wegen Verwicklung in einen Finanzskandal ab. Sie warf dem 46-Jährigen vor, dem Ansehen der Partei großen Schaden zugefügt zu haben.


Gomez wiederum beschuldigte den PSOE-Parteichef Pedro Sanchez, mit der Absetzung seine “schwache Führung” in der Partei stärken zu wollen. Seine Anhänger bezeichneten die Entscheidung der Parteiführung als “autoritär und undemokratisch”.

Gomez war wegen eines Bauprojekts in der Madrider Vorstadt Parla in die Schlagzeilen geraten. Als Bürgermeister der Stadt mit 125 000 Einwohnern hatte er eine Straßenbahnlinie bauen lassen, die fast 40 Prozent mehr als die veranschlagte Summe von 108 Millionen Euro kostete und die Stadtverwaltung praktisch in den Ruin trieb. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein.

Nach Umfragen liegt die PSOE in der Wählergunst nur an dritter Stelle, hinter der neuen Linkspartei Podemos (Wir können) und der konservativen Volkspartei (PP) von Ministerpräsident Mariano Rajoy. In Spanien finden am 24. Mai Regional- und Kommunalwahlen statt.

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