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Spanien dank 1:0 über Portugal im Viertelfinale

©EPA
Europameister Spanien steht im Viertelfinale der Fußball-WM in Südafrika. Der Titelfavorit feierte am Dienstagabend in Kapstadt einen 1:0-(0:0)-Arbeitssieg über den iberischen Nachbarn Portugal.
Spanien dank 1:0 über Portugal im Viertelfinale

Das Goldtor für die Mannschaft von Vicente Del Bosque, das nun am Samstagabend in Johannesburg auf Außenseiter Paraguay trifft, erzielte Goalgetter David Villa – begünstigt von der nächsten Schiedsrichterfehlentscheidung. Denn dieser Treffer hätte wegen Abseits eigentlich nicht zählen dürfen.

Spanien startete vor knapp 63.000 Zuschauern im Green-Point-Stadium überaus engagiert, bereits nach 57 Sekunden prüfte Liverpool-Stürmer Fernando Torres Portugals Schlussmann Eduardo, der auch Schüsse von David Villa (3., 7.) Mal aus spitzem Winkel entschärfte. Doch nach einer knappen Viertelstunde hatte sich das portugiesische Abwehr-Bollwerk, das in den vergangenen 26 Spielen 22-mal zu null gespielt hatte, dann sehr gut auf den Gegner eingestellt.

In der Offensive wurde das Team von Carlos Queiroz erstmals in Minute 20 gefährlich, als Spaniens Tormann Iker Casillas nach einem 20-m-Fernschuss von Tiago ärgste Probleme hatte. Der Real-Madrid-Keeper wehrte den Ball zunächst nach oben ab und schlug ihn anschließend in höchster Not im Luftkampf mit Hugo Almeida mit der Faust gerade noch weg. Nach einem 25-Meter-Freistoß von Cristiano Ronaldo hinterließ Casillas ebenfalls keinen sicheren Eindruck (28.), als ihm der Ball von der Brust wegsprang, aber seine Abwehr klärte noch rechtzeitig (28.).

Nach der Pause führte dann ein vom Oberschenkel des spanischen Innenverteidigers Carles Puyol abgefälschter Almeida-Schuss, der nur wenige Zentimeter an der Außenstange vorbei sprang, beinahe zur portugiesischen Führung (52.). Auf der Gegenseite kam Joker Fernando Llorente, der erst eine Minute zuvor für den erneut glücklosen Torres eingewechselt worden war, nach Flanke von Sergio Ramos aus kurzer Distanz frei stehend zum Kopfball, der aber zu zentral ausfiel und deshalb von Eduardo abgewehrt wurde (60.).

Mit Llorente nahm das spanische Spiel aber deutlich an Fahrt auf, denn nur eine weitere Minute später schlug ein Schuss von Villa knapp neben dem Tor ein. In Minute 63 war es dann soweit, Eduardo musste erstmals bei der Endrunde in Südafrika hinter sich greifen: Nach Vorarbeit von Iniesta und Xavi, der den Ball mit der Ferse weiterleitete, erzielte Villa mit seinem vierten Turnier-Treffer die Führung für den Europameister. Die Zeitlupe bewies jedoch, dass das Tor nicht hätte zählen dürfen, da der künftige Barcelona-Torjäger aus Abseitsposition gestartet war.

Auch nach der Führung blieben die Spanier viel gefährlicher als die Portugiesen, bei denen Superstar Ronaldo erneut enttäuschte. So zeichnete sich Eduardo bei einem Schuss von Spaniens Rechtsverteidiger Sergio Ramos einmal mehr aus (70.). In Minute 74 gab es dann eine Premiere: Xabi Alonso kassierte als erster Spanier bei der WM in Südafrika eine Gelbe Karte.

Auch im Finish war nichts vom einem portugiesischem Aufbäumen zu spüren – ganz im Gegenteil, Spanien hätte eigentlich noch höher gewinnen müssen: Doch bei einem Villa-Weitschuss war Eduardo erneut auf dem Posten (77.), und ein Llorente-Kopfball zischte knapp an der Stange vorbei (87.). Kurz vor Ende der regulären Spielzeit entlud sich Portugals Frust dann in einer Tätlichkeit von Ricardo Costa, der nach seinem Ellbogencheck gegen Außenverteidiger Joan Capdevila sofort mit Rot vom Platz gestellt wurde (89.).

Tor: 1:0 (63.) Villa

 Spanien:
Casillas – Ramos, Puyol, Pique, Capdevila – Busquets, Xabi
Alonso (93. Marchena) – Iniesta, Xavi, Villa (88. Pedro) – Torres
(58. Llorente)

 Portugal: Eduardo – Costa, Alves, Carvalho, Coentrao – Tiago, Pepe
(72. Mendes), Meireles – Simao (72. Liedson), C. Ronaldo – Almeida
(58. Danny)

 Gelbe Karten: Xabi Alonso bzw. Tiago

 Rote Karte:
Costa (89. Tätlichkeit)

 Die Besten: Ramos, Iniesta, Villa bzw. Eduardo, Mereiles

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