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SpaceShipOne flog in Raumfahrtgeschichte

Das Raketenflugzeug „SpaceShipOne“ hat das Rennen um ein Preisgeld von 10 Millionen Dollar gewonnen. Im zweiten Rekordversuch flog Pilot Brian Binnie am Montag in eine Höhe von 112 Kilometer bis an den Rand des Orbits.

Das berichtete CNN unter Berufung auf Radarmessungen, noch bevor Binnie zum kalifornischen Wüstenflughafen zurückgekehrt war.

Um den derzeit renommiertesten Preis in der Raumfahrtindustrie, den 1996 ausgelobten „Ansari X-Prize“, haben 26 Teams aus sieben Ländern gekämpft. Die Initiatoren wollen mit dem Preisgeld die Tür zum Weltraumtourismus und zur kommerziellen Nutzung des Weltalls öffnen.

„SpaceShipOne“ ist ein ausschließlich privat finanziertes Raumflugzeug. Hinter dem Projekt stehen der Luftfahrtpionier Burt Rutan (60) und der Milliardär und Microsoft-Mitbegründer Paul Allen (51).

Trotz des ersten Rekordflugs in der Vorwoche wechselte das „SpaceShipOne“- Team für den entscheidenden Flug den Piloten aus. Am Montag übernahm Testpilot Brian Binnie das Kommando. Nach Mike Melvill ist Binnie der zweite zivile Pilot, der sich jetzt Astronaut nennen darf. Binnie flog sogar noch neun Kilometer höher als Melvill am vergangenen Mittwoch.

Im Huckepack-Verfahren wurde „SpaceShipOne“ vom Transportflugzeug „White Knight“ bis in eine Höhe von etwas mehr als 14 Kilometer geschleppt. Dann koppelte Binnie ab und startete rund 90 Sekunden lang die Raketentriebwerke. Mit dreifacher Schallgeschwindigkeit und einem senkrechten Kondensstreifen am Himmel raste er dann bis an den Rand des Orbits. Wenige Minuten später trat Binnie mit einem kurzen Grollen am Horizont wieder in die Erdatmosphäre ein.

Nach dem Gewinn des Preises beginnt für „SpaceShipOne“ die kommerzielle Nutzung. Der britische Milliardär und Fluglinien-Mogul will ab 2007 an Bord eines modifizierten Flugzeugtyps die ersten Weltraumtouristen in den Orbit befördern.

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